In den vergangenen Wochen begegne ich immer häufiger einem bestimmten Thema. Vielleicht ist es auch „nur“ so, dass ich derzeit dafür sensibilisiert bin und es deshalb an so vielen Stellen erkenne und herauslese. Nach meiner Überzeugung gibt es allerdings keine Zufälle, sondern alles, was uns geschieht, ist bedeutsam und gewisse Informationen tauchen stets im rechten Moment auf, um uns in eine bestimmte Richtung zu lenken – wenn wir aufmerksam genug sind 😊.
Das Thema, um das es mir geht, ist der Wald, die Natur. Und die Hinweise, dass ich mich unbedingt intensiver damit beschäftigen darf, sind nicht zu übersehen: Im sozialen Netzwerk erhalte ich die Kontaktanfrage einer Wildkräuter-Heilpflanzenpädagogin, lese an anderer Stelle in einem Beitrag von der weit verbreiteten Sehnsucht der Menschen nach mehr Natur, bei einem Elternstammtisch erfahre ich, dass eine mir bekannte Mama naturpädagogische Führungen für Schulklassen anbietet und ich spüre in mir sofort ein „Ah, wie wunderbar!“, in einer Buchhandlung leuchtet mir schon von weitem ein grünes Buch mit dem Titel „Wir sind Geschöpfe des Waldes“ entgegen…um nur einige Beispiele zu nennen.
Botschaften deiner Bestimmung
In Momenten der Innenschau erkenne ich immer deutlicher, dass da etwas anklopft. Etwas will in mein Leben treten, das schon lange darauf gewartet hat. Ich schaue mich um und sehe all die Dinge, die bereits da sind und eindeutig eine bestimmte Botschaft enthalten.
All die Projekte, die ich mit Begeisterung umsetze, all die Themen, mit denen ich mich liebend gern beschäftige, all die Bücher, die ich lese, all die Ausbildungen, die ich absolviert habe, all die Erfahrungen in den unterschiedlichsten Gebieten, die ich gesammelt habe.
Allmählich wird mein Blick klarer, ich beobachte förmlich, wie sich die einzelnen Puzzleteile stimmig zusammensetzen – zu einem Bild, das mein Herz ganz weit werden, mich aufatmen lässt. Ja, genau das ist es, das bin ich! Genau da will ich hin. Eigentlich bewege ich mich bereits die ganze Zeit dahin, bin schon lange auf dem Weg, ohne mir dessen (vollständig) bewusst zu sein. Es fühlt sich so natürlich an. Ich spüre: Jetzt geht es „lediglich“ noch darum, die konkreten Schritte zur ersten großen Etappe zu gehen. Einige davon liegen direkt vor mir und ich bin im Begriff, sie zu nehmen. Und danach darf es weiter wachsen, sich weiter entfalten und ich darf darauf vertrauen, dass mich das Leben führt.
Es fühlt sich unglaublich befreiend an, endlich ein so klares Bild vor Augen zu haben und gleichzeitig tief im Herzen zu wissen, dass es wahr ist. Noch kenne ich nicht alle einzelnen Schritte, noch weiß ich nicht, wie sich bestimmte Dinge regeln lassen. Aber eines bin ich mir zutiefst gewiss: Sobald ich mich darauf einlasse, mich dafür entscheide, wird das Leben die richtigen Weichen stellen. Darauf vertraue ich und öffne mein Herz ganz weit. Dieses Vertrauen nimmt mir die große Last von den Schultern, alles selbst bis ins Detail durchdenken und die perfekte Lösung finden zu müssen. Mein Verstand ist ja gar nicht dafür gemacht. Er kann doch nur auf Bekanntes zurückgreifen und sich nicht ausmalen, welche unbekannten Möglichkeiten es noch gibt!
Das ist auch mein Impuls an dich: Achte aufmerksam auf all die winzigen Informationen, die dich täglich erreichen und eine Saite in deinem Inneren anschlagen. Hörst du in Gesprächen mit anderen Menschen bestimmte Worte oder Sätze heraus, die dich unvermittelt berühren? Begegnen dir über verschiedene Medien immer wieder dieselben Themen? Fallen dir in deinem Umfeld vermehrt Dinge auf, die dich alle an eine gewisse Sache erinnern? Fühlst du dich automatisch von Aktivitäten oder Menschen angezogen, die etwas ausstrahlen, was dich innerlich ganz leicht und warm werden lässt? Oder weckt ein besonderes Lied eine tiefe Sehnsucht in dir? Das sind wichtige Hinweise auf deinen wahrhaftigen Weg. All das, auf das du in deinem Alltag triffst und was dein Herz berührt, sind Botschaften deiner Seele. Nutze diese Zeichen als Wegweiser zu deiner Bestimmung, zu deinem wahren Selbst. Erlaube dir wahrzunehmen, welches Bild von deinem wahrhaftigen Leben sich dir offenbart. Und lass deinen Verstand nicht deine Vision begrenzen! Zeichne sie in allen Farben, fühle dich hinein, spüre die Freude, die du empfindest, wenn sie in deinem Leben sein wird. Ja, fühle es so, als wäre diese Vision bereits da – und dann lass das Bild los, übergib es dem Leben, auf dass es dir die passenden Umstände arrangiert und dir den richtigen Weg zeigt.
Lass dich darauf ein und fühle die Freiheit
Rückblickend ist es eigentlich so klar, so unmissverständlich. Doch ich durfte zunächst zahlreiche Hinweise empfangen, ehe ich mir meinen Weg im Kopf zugestand. Und ich verstehe jetzt ebenso, warum ich all das erleben, erfahren und lernen durfte, was scheinbar überhaupt nicht zu meiner wahren Bestimmung gehört, was vermeintlich nicht zusammen passt. Doch, es war notwendig und hat mir so manches Handwerkszeug und viele hilfreiche Wachstumsschritte geschenkt.
Das Leben schickt uns stets eindeutige Hinweise, doch wir sind (noch) Meister darin, sie zu übersehen oder zu ignorieren. Verständlicherweise, denn wir sind vollkommen anders konditioniert worden. Und leider beherrscht die meisten von uns noch die Angst vor Ablehnung oder die Angst vor Verlust. Es ist ein Lernprozess für uns, zu erkennen, dass wir Altes loslassen können, ohne verloren zu gehen. Dass wir Neues wagen dürfen, ohne unterzugehen. Wir dürfen lernen, mutig zu werden und für unsere Herzensthemen – für uns! – einzustehen. Wenn wir den Weg unseres Herzens, unserer Freude gehen, fühlen wir uns frei und leicht, können aufatmen und spüren ganz deutlich, dass wir getragen sind und unterstützt werden. Alles scheint sich plötzlich zu fügen.
Dafür braucht es lediglich unsere bewusste Entscheidung.
Erinnere dich bitte auch daran, was dir als Kind Freude bereitet hat. Denn dort findest du weitere Hinweise, die dich zu dir selbst (zurück)führen. Lea Hamann schreibt in einem Blog-Beitrag, wie uns unsere Kindheit verrät, was unsere Bestimmung ist. Sie schildert darin, wie sich in unserer Kindheit schon gezeigt hat, was durch uns in die Welt will – in den Momenten, wo wir ohne äußere Zwänge sind. Und schon so oft habe ich gehört und gelesen, dass das, was wir als Kinder gern gemacht haben, konkrete Anhaltspunkte bei der Suche nach unserer Berufung sind. Wie auch nicht, waren wir als Kinder unseren inneren Antrieben viel näher. Spielerisch haben wir uns ausprobiert, uns dem gewidmet, was uns Spaß gemacht hat. Ganz natürlich haben sich da auch unsere ureigenen Talente gezeigt. Warum sollten wir das nicht nutzen?
Ich habe also in mich gelauscht und überlegt, was ich damals als Kind geliebt habe. Neben dem Zeichnen war es das Draußensein, denn unser Haus stand direkt am Waldrand und als Kinder waren wir fast immer im Wald unterwegs. Ich erinnere mich, dass ich es stets kaum erwarten konnte, im Frühling endlich wieder in Hof und Wald zu spielen, in der Erde zu buddeln, zwischen den Bäumen zu sitzen. Wir haben im Wald gespielt, entdeckt, geträumt, unserer Fantasie freien Lauf gelassen. Dort gab es so viele Wunder zu erkunden!
Im Sommer habe ich es unheimlich geliebt, mit meinen Geschwistern auf eine sonnige, von Kiefern umstandene Waldlichtung zu stapfen, eine Decke unter dem Arm, und uns dort der Wärme und dem harzigen Duft der Bäume hinzugeben. Wir beobachteten Ameisen beim emsigen Bau ihrer Heimstatt, naschten Heidelbeeren und balancierten auf Baumstämmen. Diese Stimmung um uns herum – Stille, die dennoch erfüllt war von mannigfaltigem Leben – klingt noch heute in mir nach und hinterlässt ein tiefes Gefühl von Geborgenheit, von Richtigsein, am richtigen Platz sein.
Mmh, das Sein im Wald als Wegweiser hin zu meiner Bestimmung. Was kann ich daraus ableiten?
Der Weg zu unserem Herzen
Ich muss lächeln bei dem Gedanken daran, wie unübersehbar die Antwort auf meine jahrelange Frage nach meiner Bestimmung schon immer vor mir lag. Der Wald und die Natur sind schon seit meiner frühesten Kindheit fester Bestandteil meines Lebens. Ich bin ein Teil des Waldes und der Wald ist ein Teil von mir. Meine Bestimmung hat folgerichtig unmittelbar damit zu tun.
Auch die Wissensvermittlung liegt mir unglaublich am Herzen. Schon als Kind fand ich es wundervoll, meiner jüngeren Schwester Dinge zu erklären und spielte gern mit meiner Schwester und meiner Cousine Schule – natürlich in der Rolle der Lehrerin 😉. In meinem jetzigen Beruf habe ich mich aus meiner Komfortzone gewagt und inspiriere meine Kollegen in Vorträgen und einem firmeninternen Blog zu meinen Herzensthemen Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Ach ja, und selbst die Numerologie setzt noch ihr Häkchen daran, weist sie für mich doch an mehreren Stellen eine Lehrerschwingung aus.
Bereits seit vielen Jahren lese ich Bücher über altes Wissen, Naturreligionen, Kräuter und den Jahreskreislauf. Ich liebe es, unseren Garten naturnah und tierfreundlich zu gestalten und Wildkräuter in unseren Speiseplan zu integrieren.
Zur ganzheitlichen Heilung zieht es mich ebenso hin. Neben wundervollen, inspirierenden Büchern und Podcasts bin ich im Frühjahr 2022 meinem Bauchgefühl gefolgt und habe zwei zertifizierte Ausbildungen zum ThetaHealing™ Practitioner absolviert.
Und schließlich ist die Bewusstseins- und Potenzialentfaltung seit einigen Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Zahlreiche Podcasts, Blogs und Seminare habe ich dazu „verschlungen“, mich in Meditationen immer besser kennengelernt und durch Yoga mein Körpergefühl intensiviert.
All das sind solch naturverbundene Themen, in denen es um Fühlen, Empfinden geht. Ich werde mir meiner tiefen Sehnsucht nach mehr Verbundenheit mit der Natur, mit Mutter Erde, mit dem reinen Fühlen bewusst. Es ist unvermeidlich, dass das wieder mehr in mein Leben treten darf – in allen Bereichen!
Plötzlich fügen sich all diese Puzzleteilchen mühelos zusammen und bilden ein farbenfrohes, vollständiges Bild und mir wird klar, dass ich mich in Richtung Naturpädagogik entfalten will und meine Herzensthemen Achtsamkeit & Selbstfürsorge, Verbundenheit, Natur, Fühlen, Heilung auf ganz individuelle Weise verknüpfen und an andere weitergeben möchte.
An dieser Stelle kommt ein weiteres Steckenpferd von mir auf den Plan: die Kommunikation. Schon als junge Erwachsene habe ich mehrere Geschichten verfasst, in denen es sich um Naturwesen und die Magie der Natur dreht, mit dem Blick für die kleinen Wunder darin. In all den zurückliegenden Jahren konnte ich das Schreiben beruflich und privat in verschiedenster Form leben. Seit einiger Zeit traue ich mich nun auch, als Rednerin und Workshop-Moderatorin aufzutreten. Wie hilfreich für meinen weiteren Weg!
Warum erzähle ich dir davon? Ich möchte dich dazu inspirieren, dir selbst durch ähnliche Fragen und Sichtweisen näher zu kommen. Schau dir dein jetziges Leben an und frage dich bei jedem Bereich, jedem Detail: Wie sieht es hier mit dem Fühlen aus? Gibt es Tätigkeiten, bei denen du lediglich funktionierst? Bei welchen Aufgaben weitet sich dein Inneres, spürst du das Leben in dir fließen? Nur wenn wir bei unserem Tun etwas fühlen, kommen wir in die Verbundenheit zu uns selbst und letztlich zu allem was ist. Alles andere dürfen wir aus unserem Leben entlassen, Stück für Stück.
Und ich lade dich ein, dein bisheriges Leben einmal ganz genau zu betrachten: all die Dinge, die du schon erlebt und gemeistert hast, all die Sachen, an die du dich mit Freude erinnerst und die du so gern direkt wieder in deinen Alltag holen möchtest. Was können sie dir über dich erzählen? Werde ganz still, atme ruhig und spüre in dich hinein. Fühlt es sich vielleicht so an, als lägen diese Teile schon an einer guten Stelle und müssten sich nur noch verbinden? Vermisst du vielleicht noch etwas? Was könnte das sein? Lass deinen Atem fließen und dich dahin führen. Schau dir alle Elemente an und erlaube, dass sie sich zu einem Bild zusammensetzen, ohne es durch deine Gedanken und Vorstellungen zu begrenzen. Empfindest du Vorfreude auf das, was sich dir zeigt?
Das ist dein Weg. Bitte öffne dich dafür und gehe ihn, denn die Welt und das Leben warten auf dich – an genau diesem Ort.
Ganz herzliche, naturverbundene Grüße von Astrid
Liebe Astrid,
Deine Beiträge verhelfen mir zur Ruhe. Während ich sie lese, wird alles still um mich herum und ich hatte das Gefühl im Wald zu sein und seinen Geräuschen zu lauschen. Das haben wir letzten Sommer mit unseren Söhnen immer wieder gemacht, mitten im Wald die Augen geschlossen und gelauscht. Diese Ruhe ist mit nichts zu vergleichen und durch Deine Texte, fühlte ich sie wieder in mir.
Ich danke Dir für Dein Wirken, ich möchte mich an meine Kindheit bewusst erinnern und schauen, was ich damals gern getan habe💜
Herzliche Grüße
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Liebe Tatjana, von Herzen DANKE! Du beschreibst das so wunderschön. Und ja, uns an das zu erinnern, was uns früher Freude bereitet hat, und es wieder zu tun bringt sehr viel Lebendigkeit zu uns zurück. Sei lieb gegrüßt, Astrid
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