Yoga als Weg zu Deinem wahren Selbst

Das Jahr 2025 startete für mich mit einer scheinbar kleinen Veränderung in meinem täglichen Ablauf und entfaltet sich bis jetzt – zunächst beinahe unmerklich – zu einem großen Schritt nach vorn auf meinem Weg hin zu mir selbst.

Was ich hier in diesen einen Satz gepackt habe, beinhaltet für mich und mein Leben so viel Freude, Wohlgefühl und Zuversicht, Erkenntnisse und inneres Ankommen, dass ich ein wenig in die Tiefe gehen möchte. Eines vorweg: YOGA als Weg und innere Haltung steht dabei im Zentrum.

Neues Jahr, neuer Fokus

Am 2. Januar 2025 – nach einem sehr ruhigen Neujahrstag, den wir zum allmählichen Einfinden in das neue Jahr genutzt hatten – verspürte ich den starken Impuls, mir eine kraftvolle Yoga-Einheit zu schenken. Ich praktiziere bereits seit einigen Jahren Yoga, aber nicht so intensiv und in den vorangegangenen Monaten auch weniger regelmäßig. Nun aber hatte ich plötzlich ein starkes Verlangen nach dieser wunderbaren Praxis. Das tat mir unglaublich gut und gab mir enorm viel Energie. Von da an übte ich diesen kräftigenden Flow täglich, ergänzte und erweiterte ihn um zusätzliche Einheiten, die ich je nach Bedürfnis wählte: sanft dehnend, entspannend, oder auch kräftigend, für Balance, Fokus oder Herzöffnung. Es war, als hätte jemand in mir einen Schalter umgelegt und das tiefe Bedürfnis aktiviert, mich dem Yoga in einer ungekannten Intensität zu widmen.

Und weil ich es wollte, war es auch absolut leicht, dies in meinen Tagesablauf einzubauen. Mal praktizierte ich es morgens, vor dem Arbeitsstart, mal abends, vor dem gemeinsamen Abendessen. Ein passendes Zeitfenster fand sich immer. Diese neue, wohltuende Routine blieb nicht ohne Folgen. Bereits nach wenigen Tagen fühlte ich, wie mein Körper immer stärker wurde (obwohl ich mich auch vorher nicht schwach gefühlt habe 😉), ich war quasi permanent energetisiert und erfüllt von purer Lebensfreude! Unfassbar, wie schnell und nachhaltig sich mein Körpergefühl und damit mein Lebensgefühl auf eine neue Ebene aufgeschwungen haben.

Doch diese physischen Veränderungen waren nicht die einzigen positiven Effekte. Yoga ist so viel mehr als reiner Sport!

In meiner täglichen Yoga-Praxis komme ich über das Körperliche – über die Verbindung von Bewegung und Atmung, über das Fühlen – mit meinem Inneren in Kontakt. Yoga habe ich tatsächlich als einen Weg zu mir selbst, zu meiner wahren Essenz, erkannt.

Yoga ist Meditation in Bewegung. Durch das innere Leerwerden und das Fokussieren auf die Atmung und das Fließen des Körpers schaffe ich Raum für Erkenntnisse und Impulse. In den vergangenen Monaten durfte ich viel Klarheit gewinnen – über meine Wünsche, Bedürfnisse, die nächsten Schritte. Daneben ist Yoga unendlich heilsam. Vor allem während des Yin-Yogas, bei dem die Asanas über mehrere Minuten gehalten werden, schmelze ich nicht nur in tiefer gelegene physische Schichten, wie die Faszien, hinein und lockere sie, sondern tauche auch in meine feinstofflichen Ebenen ein. Dadurch haben sich schon oft vorhandene Blockaden bei mir gelöst – nur durch die vollkommene Hingabe an die jeweilige Haltung. Ich erlebe das meist, indem urplötzlich befreiende Tränen fließen, entweder verbunden mit einem Thema, das mich in dieser Zeit beschäftigt, oder auch ohne ersichtlichen Anlass. Danach fühle ich mich stets leichter und gelöst, entspannt und weich, innerlich fließend und geborgen. Ich fühle mich mir selbst ganz nah. All das bewirkt Yoga!

Viele Facetten

Was mir Yoga zudem verdeutlicht hat: Ich trage zahlreiche, unterschiedliche und auf den ersten Blick vielleicht sogar widersprüchliche Facetten in mir. Und doch gehört all das zu mir, all das ist richtig. Ich bin richtig, so wie ich bin.

Meine Yoga-Praxis hat mich dabei unterstützt, alles, was mit meinem Körper zu tun hat, noch mehr zu genießen – meinen Körper noch mehr zu genießen. Und nein, meinem Empfinden nach ist das kein Widerspruch zu einer spirituellen Entwicklung. Ganz im Gegenteil!

Yoga beginnt auf der körperlichen Ebene und geht von dort aus weiter, tiefer.

Im Tao-Symbol, das die Einheit von Yin und Yang – vom weiblichen und männlichen Prinzip – darstellt, ist dies wunderbar abgebildet. Schatten und Licht, Ruhe und Aktivität, Empfangen und Geben – all das bedingt einander, formt ein großes Ganzes. Genau so gehören die verschiedenen, scheinbar gegensätzlichen Aspekte zu mir. Wir alle sind so unendlich große Wesen und fähig, all das Unterschiedliche in uns zu tragen und zu vereinen.

Seitdem ich mir dessen zutiefst bewusst geworden bin, fühle ich mich noch mehr bei mir angekommen. Und so ist es für mich zum Beispiel überhaupt nicht widersprüchlich, einerseits beim Ananda Spirit Festival gemeinsam mit zahlreichen anderen Yogis durch die Asanas zu fließen und SEOMS spirituellem Rap zu lauschen und mich andererseits auf dem EONLY-Festival tanzend von elektronischen Klängen und tiefgründigen Texten in andere Sphären tragen zu lassen. All das bin ich. All das ist richtig. All das macht mich vollständig und lässt mich das Leben in meiner Verkörperung so ganz genießen.

Durch die unmittelbare, intensive Verbindung mit meinem Körper erlange ich im Yoga Zugang zu den feinstofflichen Aspekten von mir. Das mag auf den ersten Blick dem „körperlosen“ Zustand einer tiefen Meditation entgegenstehen. Doch auch bei einer Meditation nutzen wir zunächst unseren Atem – eine Bewegung, die wir in unserem Körper wahrnehmen – um uns in unsere Mitte zu begeben. Unser Körper ist die Verbindung zwischen Himmel und Erde, unser Portal zu den geistigen Ebenen.

Um uns also vollständig als geistiges Wesen hier in dieser Welt zu verkörpern und den Weg zu gehen, den wir uns auf Seelenebene vorgenommen haben, dürfen und müssen wir zunächst ganz in unserem Körper ankommen. Unser Körper ist ein heiliges Gefäß, das unserer Seele ermöglicht, eine menschliche Erfahrung zu machen. Ich betrachte meinen Körper als liebevollen und weisen Freund und Wegbegleiter, der mir deutlich zeigt, wenn ich von meinem eigentlichen Pfad abkomme. Das habe ich in den vergangenen Jahren gelernt und übe mich täglich darin, die feinen Signale immer deutlicher zu erkennen und zu beachten, die er mir stets sendet.

Ich bin meinem Körper unendlich dankbar dafür, dass er mir diesen Yoga-Weg erlaubt, dass er mich mit wachsender Flexibilität und Kraft beschenkt, mich die Lebensenergie fühlen lässt, die mich durchströmt, mir zu einem klaren und wachen Geist verhilft und mich mit meiner Essenz in Kontakt treten lässt.

…und der Weg geht weiter

In meinem Bestreben, noch tiefer in dieses wundervolle Feld einzutauchen, habe ich den Entschluss gefasst, ab Januar 2026 eine berufsbegleitende Yogalehrerausbildung zu absolvieren. Dieser Gedanke reifte seit Jahresbeginn in mir. Ich recherchierte viel und lernte während meiner Ausbildung zur Entspannungskursleiterin (BYVG) ein Yoga Vidya Ashram kennen, in dem ich intensiv in die Welt des Yoga eintauchen und neue Aspekte darin entdecken konnte. All die Erfahrungen und Begegnungen dort, im Westerwald, mit den wunderbaren Menschen, bestärkten mich in diesem Vorhaben.

Auch in meinem Unternehmen konnte ich bislang einiges aus dem Yoga weitergeben, beispielsweise einige auflockernde und energetisierende Yoga-Asanas am Anfang von fachlichen Workshops oder gemeinsame Atemübungen als Einstieg in Meetings. Weitere Aktivitäten sind geplant und ich bin gespannt, wo es mich hinführt.

Yoga ist Selbstliebe

Für mich ist Yoga reine Selbstliebe. Yoga ist eine achtsame Zuwendung, die ich mir selbst schenke, um mich zu erkunden und mir nahe zu sein – mich zu FÜHLEN. Und zwar als das vollständige, heile, unendlich große, liebevolle und schöpferische Wesen das ich bin. Das wir alle sind. Im Yoga geht es nicht darum, eine Sportübung besonders perfekt auszuführen, jemanden zu beeindrucken oder sich gar zu überfordern. Yoga lädt uns ein, uns mit uns selbst zu verbinden, in uns hineinzuspüren und wahrzunehmen, was dort ist. Das, was wir entdecken, dürfen wir annehmen. Wir dürfen uns so annehmen, wie wir sind und wie wir uns in diesem Moment erleben. Über die körperliche Ebene kommen wir unserem wahren Wesen näher und automatisch öffnen wir uns dadurch für mehr Selbstliebe, die die Basis für Liebe und Mitgefühl zu anderen Wesen ist.

Ja, durch Yoga lernst Du, Dich mehr und mehr selbst zu lieben – nicht auf Ego-Ebene, sondern in einer bedingungslosen Qualität, in der wir uns hoffentlich alle irgendwann begegnen werden. Doch der Startpunkt ist bei jedem selbst. Du startest mit der bedingungslosen Liebe zu Dir selbst.

Bist Du bereit?

Sei lieb gegrüßt

Astrid

Freude als Kompass

Wisst ihr, meinem Empfinden dürfen und sollen wir uns zwischendurch immer wieder Zeiten gönnen, in denen wir einfach genießen und uns am Lebens erfreuen. Ohne etwas erreichen zu wollen oder zu müssen.

Eine solche Phasen erlebe ich gerade und spüre, wie mir dieses stete Schwingen in Freude und Dankbarkeit zahlreiche Erkenntnisse schenkt. Und zwar ohne große Arbeit. Die erhellenden Momente fließen zu mir, voller Leichtigkeit. Ich fließe – und das fühlt sich so wunderbar an!

Wie passend erscheint diese Zeit der Innenkehr, der Januar und der Februar, bevor das Leben zu neuer Kraft erwacht. Wir dürfen uns eingeladen fühlen, die Ernte unserer Transformationsarbeit wahrzunehmen, wertzuschätzen und uns daran erfreuen. Wir dürfen uns das schenken, was uns im Moment gut tut und spüren, wie es uns nährt, stärkt, innerlich weitet und klärt. Wie es uns in höhere Schwingungen trägt und dort verankert.

Indem wir uns diese Form des Innehaltens erlauben, den Fokus bewusst auf die Freude lenken, wachsen und transformieren wir quasi von allein 😊.

Durch Freude Altes Loslassen

In einer Meditation Mitte Dezember 2024 erhielt ich folgende deutliche Botschaft: Der Schlüssel für mich ist die Freude. Durch sie finde ich ganz zu mir selbst. Ich darf in meinem Leben, in meinem Alltag genau hinschauen und beobachten, was mir Freude schenkt. Dabei darf ich auch darauf achten, dass in vermeintlich lästigen Pflichten Vergnügen stecken kann. Alles, was mir keine Freude bereitet – und damit sind vor allem Gedanken und bestimmte innere Haltungen gemeint – darf ich endgültig verabschieden.

Eine kleine morgendliche Innenschau vor ein paar Tagen gab mir einen weiteren praktischen Hinweis, wie ich mich mehr und mehr hin zu mir selbst entfalten kann. Hier geht es darum, Emotionen loszulassen, die nicht wirklich zu mir gehören. Das habe ich mittlerweile ein paar Mal probiert. Grundsätzlich übe ich mich schon sehr lange darin, meine Gefühle und Gedanken zu ergründen, indem ich (vor allem in triggernden Situationen) innerlich zurücktrete und versuche, das Erlebte als Beobachter zu betrachten und zu hinterfragen. Nun bekam ich konkret den Impuls, meine aufkommenden Emotionen zu beobachten und zu erkunden, welche wahren Gefühle darunter liegen. Ja, dafür braucht es ein paar Momente der Stille und auch Geduld. Denn solange wir noch aufgewühlt sind, schieben sich immer wieder Ego-Gedanken dazwischen. Sobald wir aber in einer ruhigen Haltung angekommen sind, kann sich unser innerer Beobachter einschalten und die Situation mit Bedacht durchleuchten.

Ich kann euch sagen: Es ist faszinierend und überraschend, was wir dann erfahren. Unter den Ego-basierten Emotionen habe ich Gefühle erkannt, die ich in dieser Situation nicht vermutet hätte. Jedenfalls nicht vom Verstand her. Diese darunter verborgenen Gefühle offenbaren mir meine wahre Essenz. Sie lassen mich erkennen, wer ich wirklich bin, welche ureigenen Qualitäten mich ausmachen – jenseits all der Ego-basierten Gedanken und Gefühle. Diese Erkenntnis ist sehr befreiend und hebt sofort die eigene Frequenz! Sie hilft mir, gleich wieder in diese freudvolle, leichte Schwingung zu kommen, in der ich mich seit Neujahr bewege. Zudem löst sich all das Unangenehme, was ich vielleicht mit dem betrachteten Erlebnis verbinde, augenblicklich auf. Das spüre ich auch unmittelbar im weiteren Umgang mit meinem Gegenüber, mit dem ich das erlebt habe. Es ist, als ob es diese unschöne Situation nicht gegeben hätte. Durch diesen Prozess schule ich mich gleichzeitig darin, künftig in ähnlichen Konstellationen in meiner Mitte, in meiner Essenz zu bleiben (oder zumindest schneller dahin zurückzufinden). Tatsächlich kann ich auch hierin Freude finden, weil ich dankbar für die Gelegenheit bin, eine Blockade aus dem Weg geräumt zu haben und um eine weitere Erfahrung reicher zu sein.

Wir dürfen die Freude in unserem Leben verankern und verströmen. Indem wir die Freude verkörpern, laden wir andere Menschen ein, dies ebenso zu tun. Auf diese Weise hebt sich die Schwingung in unserem Umfeld nach und nach an. Wir werden die positiven Effekte sehr schnell sehen!

Freudvolle Geschenke an mich selbst

Die Zeit vor Weihnachten und auch die Weihnachtsfeiertage sind oft geprägt von vielfältigem Tun. Es gilt, Dinge zu besorgen und vorzubereiten, Termine bestimmen unseren Zeitplan. Auch wenn es sich hauptsächlich um feierliche Zusammenkünfte handelt – in Schule, Beruf, Familie – sind es doch in gewisser Weise Verpflichtungen, die uns am Laufen halten. Dabei sehnen sich die meisten danach, endlich einmal innezuhalten, durchzuatmen, sich zurückzuziehen.

Meist sind es erst die Tage „zwischen den Jahren“, wo wir richtig zur Ruhe kommen. Dieses Weihnachten 2024 floss meinem Gefühl nach recht schnell vorüber, obwohl wir die Aktivitäten im Außen auf ein Minimum reduziert hatten. Dennoch empfand ich erst nach Silvester ein tiefes Ruhigwerden und Kraftschöpfen.

An den freien Tagen nach Neujahr holte mein Körper viel Schlaf nach. Wir unternahmen Spaziergänge in den Wald, daheim praktizierte ich kraftvolle Yoga-Flows und ich spürte, wie immer mehr Energie zurückkam. Parallel dazu entdeckte ich eine vertraute, aber in den letzten Jahren etwas vernachlässigte Kraftquelle wieder: die Musik und das Tanzen! Bei dem Gedanken daran muss ich lächeln, aber es ist tatsächlich so, dass ich mich schon lang nicht mehr so jung, unbeschwert und fließend gefühlt habe, wie in diesen letzten Tagen! Mein lieber Mann hatte mir wunderbare Kopfhörer zum Geburtstag geschenkt und mit deren Hilfe konnte ich in eine fantastische Klangwelt abtauchen, mich treiben lassen und die Bewegung meines Körpers genießen.

Ja, seit dieser Zeit fühle ich mich noch viel intensiver mit meinem Körper verbunden. Ich nehme ihn als ein elementares Portal zu meinem wahren Selbst wahr und erkenne mehr und mehr, wie er meine Essenz in dieser physischen Welt ausdrückt. Ich erfreue mich an diesem Geschenk!

Dadurch, dass ich mich in dieser Zeit bewusst auf das fokussiert habe, was mir gut tut, spüre ich seitdem in mir ein stetiges freudvolles und leichtes Gefühl. Es hält an, auch wenn ich und meine Familie wieder im Arbeits- und Schulalltag angekommen sind. Nach wie vor nutze ich freie Zeitfenster und gönne mir intensives Yoga, Musikhören, Tanzen und Spaziergänge. Diese wohltuenden Geschenke an mich selbst lassen im Alltag alles viel leichter fließen – ich fühle mich fließend! – und Dinge erledigen sich wesentlich einfacher und schneller, wenn ich mir diese kleinen Oasen zwischendurch gewähre. Das gibt Energie und hohe Frequenz! Probiert es selbst aus!

Mein Fazit:

Freude darf uns als Kompass auf unserem Lebensweg dienen. Sie zeigt uns deutlich an, womit unsere Seele resoniert, was also unsere Richtung ist, und hilft uns dabei, das loszulassen, was nicht (mehr) zu uns gehört. Denn wenn wir der Freude folgen, unseren Fokus und damit unsere Energie auf die Dinge richten, die uns erfüllen, ziehen wir sie automatisch von dem ab, was uns nicht mehr dient, was wir hinter uns lassen können. Und so lösen wir uns beinahe mühelos von dem, was wir nicht sind.

Unser Leben ist ein solches Geschenk und wir dürfen es genießen, uns selbst intensiv fühlen und dadurch noch mehr mit unserer Essenz in Kontakt treten! Dadurch gerät so einiges in unserem Inneren in Fluss, Blockaden lösen sich von allein und Neues wird freigelegt – einfach durch die Frequenz der Freude, der wir uns hingeben.

Wieder einmal meine ich, wir dürfen das Ganze spielerisch sehen und uns an der Vielfalt erfreuen, die wir in uns tragen und die die unendliche Schönheit und Weisheit der Schöpfung repräsentiert.

Seid lieb gegrüßt

Astrid

Du bist Deine Zentralsonne

Gestern Morgen nahm ich bei einer Meditation ein ungewöhnliches und intensives Bild wahr, das mich zu diesem Artikel inspirierte. Nachdem ich meine Lichtsäule gestärkt hatte, dehnte ich mit jedem Atemzug in Pranaatmung (gleichzeitig von der Erde und der Quelle ins Herz einatmend) meinen Herzraum ins Universum aus. Diese Art der Meditation habe ich schon oft praktiziert und ich empfinde sie stets als sehr wohltuend. Sie vermittelt ein Gefühl der Anbindung und der Kraft. Ich weitete mein Herz also aus auf unser Haus, unseren Ort, unser Land, unseren Kontinent, unsere Mutter Erde, unser Sonnensystem. Bisher konnte ich jedes Mal nur schwer wahrnehmen, was hinter meinem „Rücken“ lag. Ich sah mich immer ein wenig am Rand stehend. Das passte meinem Empfinden nach, weil einerseits die Erde nicht im Zentrum unseres Sonnensystems liegt, andererseits befindet sich unser Sonnensystem auch eher an einem äußeren Galaxiearm der Milchstraße. Als ich mich diesmal weiter ausdehnen wollte, über unsere Galaxie und über das Supergalaktische Zentrum hinaus, immer weiter in den Raum hinein, wechselte plötzlich meine Perspektive. Ich sah auf einmal alles gleichmäßig verteilt um mich herum, nahm auch im gleichen Umfang das wahr, was sich „hinter“ mir befand und sah mich in einem leuchtenden Zentrum schweben, um mich herum spiralförmig wirbelnde Galaxien in immer größeren Zusammenschlüssen. Ich fragte, welche Botschaft dieses Bild übermitteln möchte und als Antwort kam: „Du bist Deine eigene Zentralsonne!“ Und gleichzeitig wurde mir klar, was das bedeutet.

Hier versuche ich, all die Gedanken, die daraufhin in mir aufkamen, zusammenzutragen. Lass dich gern davon inspirieren, auf deine eigene Weise mehr über dich und die Welt herauszufinden.

Du trägst die Antworten auf all Deine Fragen in dir.

Soweit ich zurückdenken kann, bin ich eine Fragestellerin, eine Suchende, habe ich den Drang, Dinge zu erkunden. Ich habe so viel gelesen, angehört, ausprobiert, auch klassisch erlernt. Oft habe ich mich schwer mit Entscheidungen getan und gerade dies ist immer noch ein großes Lernfeld für mich. Was ich allerdings bei all dem festgestellt habe: die ultimative Antwort auf eine Frage von mir kann nur ich mir selbst geben.

Deshalb lade ich Dich ein: Erlaube Dir, Dir selbst die Fragen zu stellen, die Dich bewegen. Und dann gib den Antworten Raum, sich zu zeigen, sich zu entfalten. Stille in uns und um uns herum ist dabei sehr hilfreich. Ich selbst stelle mir die Fragen gern in der Meditation oder setze vor dem Schlafengehen die Intention, in der Nacht die Antwort zu erhalten und sie am Tag darauf zu sehen. Hier gilt es, achtsam und wach durch den Tag zu gehen und die Zeichen wahrzunehmen.

Wir dürfen endlich erkennen, dass nur wir selbst die für uns geltende Wahrheit kennen, niemand anders sonst. All das, was wir im Außen sehen, haben wir – bewusst oder unbewusst – erschaffen. All das, was wir im Außen erleben, sind Lernerfahrungen, die uns unsere Seele schenkt, damit wir wachsen können. Andere Menschen, Umstände, Situationen stellen sich uns als Spiegel zur Verfügung, damit wir unsere Antworten erhalten und unsere ureigene Wahrheit finden. Sie können uns Impulse geben, uns anregen und auch triggern, um einen bestimmten Aspekt näher zu betrachten, zu lernen, unsere Sicht zu weiten und– wenn nötig – etwas zu transformieren. Aber niemals können sie uns die vollumfängliche Lösung für unser Thema servieren.

In dieser Zeit wandelt sich unsere Welt auf verschiedenen Ebenen. So Vieles wird sichtbar und ruft danach, hinterfragt und geändert zu werden, kollektiv und individuell. Immer mehr Menschen sind auf dem Weg, mehr über sich selbst herauszufinden und ihr wahres Wesen zu erkennen. Im gleichen Zuge schauen sie mit anderen Augen auf die Strukturen und Systeme, in denen sie sich bewegen und stellen Fragen wie „Ist das wirklich so?“ „Stimmt das noch (für mich)?“ „Will ich das weiterhin unterstützen?“.

Finde in Deine eigene Stärke zurück.

Für mich fühlt sich all das wie eine große Befreiung an, eine Befreiung von alten Schichten, die sich über uns, unser Leben, unsere Welt gelegt haben und die nun gehen dürfen, weil sie ausgedient haben. Es gab eine Zeit, da haben sie uns dabei geholfen, zu lernen. Wir sind durch den Schleier des Vergessens gegangen und konnten so über all die Zeit Stück für Stück aus eigener Kraft wieder lernen, wie groß wir wirklich sind.

Über Generationen hinweg wurde uns gesagt, wie klein wir sind und dass es stets jemanden oberhalb von uns geben muss, der uns sagt, in welche Richtung wir gehen sollen. Unzählige Autoritäten wurden installiert, um den Menschen von seiner Eigenmacht wegzubringen. An diesen Autoritäten haben wir uns orientiert, ihren Vorgaben und Ratschlägen sind wir gefolgt und haben dabei aus dem Blick verloren, dass jeder einzelne von uns ein göttliches Wesen ist, untrennbar verbunden mit der Quelle allen Seins. Durch dieses Angebundensein, dieses Einssein haben wir in jedem Augenblick Zugriff auf alles, was wir zum Leben benötigen – auf all die Lebenskraft, all die Energie, all das Wissen, das existiert. Auf diese Verbindung dürfen wir uns wieder besinnen und sie direkt – ohne zwischengeschaltete Instanz – nutzen, um unser Leben zu gestalten.

Wichtig hierbei ist, nicht in den Widerstand oder in den Kampf mit den alten Autoritäten, Strukturen und Systemen zu gehen, denn das bindet nur wieder unsere Aufmerksamkeit und damit unsere Energie. Dadurch stärken wir das Alte, obwohl wir es doch jetzt loslassen wollen. Wir dürfen erkennen, dass wir uns auf einer bestimmten Ebene unserer Existenz genau für diesen Weg entschieden haben, ebenso für all die Hürden und Hindernisse im „Außen“. Letztlich ist all das unsere Kreation, das Spiel- und Lernfeld, das wir uns geschaffen haben. Besser ist es, wenn wir unseren Fokus auf das richten, wo wir hin wollen und es mit unserer Energie nähren.

Ich habe einmal den wunderbaren Satz gelesen „In uns nimmt sich Gott selbst wahr.“ Und genauso empfinde ich es auch. Jeder einzelne von uns drückt verschiedene Aspekte der Schöpfung aus. Wir alle sind Fraktale des einen großen Bewusstseins, der einen bedingungslosen Liebe, die alles erschafft. Das bedeutet, wir sind nicht nur Einzelteile davon, sondern ein Fraktal enthält alles, was auch das Gesamtobjekt beinhaltet – alle Informationen, alle Eigenschaften und alle Fähigkeiten.

Jetzt geht es darum, in unsere Selbstverantwortung zu gehen, unsere Selbstwirksamkeit zu erleben und schließlich unsere eigene Schöpferkraft und Schöpfermacht zu erkennen. Ja, wir sind der Schöpfer unseres Lebens. Und ja, wir kennen alle Antworten auf die Fragen, die uns bewegen. Wir sind so mächtig! Wir haben es lediglich vergessen. Durch unsere Gedanken und Gefühle, durch das, was wir aussenden, durch unser So-Sein erschaffen wir permanent unser Außen. Gehen wir bewusst und achtsam durch unser Leben, sind wir imstande, uns eine Welt zu kreieren, die unserer Herzensfrequenz – dem, was wir wahrhaftig sind – entspricht. Entscheidungen fallen uns immer leichter, weil wir dem folgen, was sich in unserem Herzen richtig anfühlt.

Lass Dich zu Deinen eigenen Erfahrungen ermutigen.

Wie komme ich dazu, dies so leichthin zu sagen? Weil ich es selbst erlebe. Es ist ein Weg, den ich schon länger gehe. Gelernt habe ich, wenn ich der Freude folge, wenn ich mich dem widme und mich für das entscheide, bei dem ich ein inneres JA spüre, entwickelt es sich zu meinem Wohle und zum Wohle derer, die in meinem Feld sind. Ich habe auch gelernt – und tue es selbstverständlich immer noch, jeden einzelnen Tag – dass ich mir meine Fragen selbst beantworten kann. Natürlich nutze ich vielfältige Impulse von wunderbaren Menschen, jedoch bin ich mir mittlerweile bewusst, dass es meine Seele ist, die mich dahin führt, genau diese Impulse zur richtigen Zeit zu empfangen.

Ich habe mir angewöhnt, mich jeden Morgen bewusst in meinem Herzen zu zentrieren, mich mit Erde und Himmel bzw. der Quelle allen Seins zu verbinden und meine Seele und die Quelle (die ja letztlich eins sind) zu fragen, worauf ich an diesem Tag meine Aufmerksamkeit lenken darf und was für mich wichtig ist. Diese zarten Anregungen sind ein wunderbarer Kompass für mich und wenn ich mich wirklich darauf einlasse, erlange ich ganz oft verblüffende Erkenntnisse. Seit einiger Zeit ziehe ich auch ab und zu eine Tarotkarte mit der Frage, was mich bei der Umsetzung dieses Morgenimpulses unterstützen kann. Beinahe jedes Mal muss ich über die Aussage der gezogenen Karte schmunzeln, weil sie dermaßen zu dem Impuls passt und ihn auf eine erstaunliche Weise ergänzt und bestärkt. Meiner Auffassung nach sind Tarotkarten, wie auch andere Werkzeuge oder Methoden, spielerische Hilfsmittel, um mit unserem Unterbewusstsein und unserer Seele zu kommunizieren. Dieser etwas andere Zugang macht einfach Freude, mit der inneren Welt in Kontakt zu gehen und öffnet so manche versteckte Perspektive. Von daher wundert es mich nicht, dass die jeweiligen Aussagen so herrlich zusammenpassen. Übrigens kann ich als Kommunikationsmittel ebenfalls wärmstens den „Dialog der Hände“ von Dr. Michelle Haintz empfehlen.

Vor einigen Tagen habe ich vor dem Schlafen die Intention gesetzt, in der Nacht etwas über eine bestimmte Fähigkeit zu erfahren bzw. mich daran zu erinnern. Am Morgen fühlte ich mich zunächst, als hätte ich im Schlaf Schwerstarbeit geleistet. Viele Traumbilder zogen noch an mir vorbei, aber ich konnte noch keinen konkreten Hinweis auf mein Thema finden. Hier heißt es, geduldig zu sein. Nicht alles ist sofort nach dem Fragestellen präsent. Das kannte ich. Doch als ich mich am Vormittag für ein paar Minuten zu einer Meditation zurückzog (unterstützt durch Solfeggio-Frequenzen), löste sich sehr viel in mir. Tränen flossen und in diesem Fluss entstanden nun vollkommen mühelos Ideen in mir, Sätze formten sich, in mir weitete es sich mehr und mehr und ich sah ein klares, erfüllendes Bild vor mir, das absolute Freude hervorrief. Ich wusste, ja genau so wird es sein. Das ist es!

Nach der Meditation schrieb ich mir alles auf und ich freue mich schon darauf, dies durch weiteres Erkunden anzureichern und schließlich umzusetzen. Wieder einmal erlebte ich, wie viel Weisheit wir in uns tragen und wie beglückend und bestärkend es ist zu erkennen, dass die stimmigsten Antworten in uns selbst liegen.

Trauen wir uns doch einfach, unseren Blick nach innen zu wenden, anstatt immer nur im Außen zu suchen. Wir werden staunend einen Schatz entdecken, den wir die ganze Zeit schon in uns getragen haben. Und sobald wir uns auf dieses innere Frage-Antwort-Spiel einlassen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in unserem Alltag nutzen, werden wir erleben, wie es leichter wird, wie sich in unserem Umfeld Dinge einfach fügen, wie es fließt.

Erlauben wir uns doch einfach, uns als Schöpfer wahrzunehmen und unser Licht auszusenden. Entscheiden wir uns doch, bewusst mit unseren Gedanken und Gefühlen umzugehen und durch unser freudvolles und liebevolles So-Sein, durch unsere Herzzentrierung, ein in allen Aspekten lebenswertes und erfülltes Leben zu erschaffen.

Wenn sich jeder von uns seiner Größe und seiner Schöpfermacht bewusst wird, als derjenige, der seine eigene Welt um sich herum kreiert, beginnt sein erhellendes und nährendes Licht mehr und mehr zu strahlen und andere nachhaltig zu berühren. Dann erfahren wir uns als Zentralsonne unseres ureigenen Universums, die mit unzähligen anderen Zentralsonnen und Universen resoniert und mit ihnen gemeinsam im Spiel des Lebens wirkt.

Wofür bist Du dankbar?

Eine Weile habe ich mit dem Schreiben für meinen Blog pausiert, da ich sehr viel mit innerem Sortieren, Ausrichten, Klarwerden beschäftigt war. Immer wieder hatte ich Impulse für einen Beitrag, aber dann wurden diese durch andere Dinge des Alltags in den Hintergrund geschoben. Vor ein paar Wochen fühlte ich spontan und absolut präsent, dass ich etwas über Dankbarkeit schreiben möchte. Ich habe das Thema in mir reifen lassen. Und heute Morgen dann konnte ich ihm nicht mehr ausweichen 😉. Es ist an der Zeit, DANKE zu sagen!

Was ist Dankbarkeit?

Dankbarkeit ist meinem Empfinden nach ein Zustand, eine Haltung mit einer wundervollen Qualität. Ich würde Dankbarkeit auch als ein Gefühl bezeichnen, weil ich sie in meinem ganzen Körper spüren kann. Ja, in dem Moment, wo ich Dankbarkeit fühle, bemerke ich, wie es mich innerlich anhebt, wie es leichter und freudvoller in mir wird. Dankbarkeit ist ein sehr hoch schwingendes Gefühl!

Wie komme ich in die Dankbarkeit?

Das Spannende ist: Ich kann mich jederzeit dafür entscheiden, dankbar zu sein. In jedem Augenblick kann ich in einen Zustand der Dankbarkeit eintreten – wenn ich es bewusst wähle.

Probiere es gern einmal in Deinem Alltag aus! Du wirst erleben, wie es sofort Deine Schwingung und damit Deine Stimmung anhebt. Die Welt um Dich herum erscheint Dir freundlicher, heller, zugewandter. Es ist wirklich einfach und dabei verblüffend wirkungsvoll. Zum Beispiel, wenn Du draußen unterwegs bist und Dir die Sonne ins Gesicht scheint, sag‘ einfach in Gedanken: „Danke, liebe Sonne, dass Du mich wärmst und mir Licht schenkst.“ Es ist ein winziges Innehalten, Du bist im Hier und Jetzt, nimmst für einen kurzen Augenblick achtsam das wahr, was um Dich ist. Gleichzeitig erlaubst Du Dir, die Dankbarkeit für den Sonnenschein in Deinem Herzen zu fühlen. Ja, es ist ein Geschenk, dass Du das genau jetzt, genauso erleben darfst. Beobachte, was das mit Dir macht.

Diese kleinen Dankbarkeitsoasen kannst Du ganz mühelos in Deinen Alltag integrieren. Ich bin mir sicher, wenn Du das ein paar Mal getestet hast, möchtest Du die wohltuende Wirkung des innerlichen „Danke-sagens“ noch mehr ausweiten. Vielleicht magst Du folgende Gewohnheit etablieren: Jeden Morgen, bevor Du aufstehst, zählst Du Dir in Gedanken auf, wofür Du dankbar bist. Das können kleinere Sachen sein, wie das weiche Bett, in dem Du liegst, der leckere Kaffee, den Du gleich trinken wirst. Aber auch Größeres, wie Deine wundervolle Familie oder die Liebe und Unterstützung, die Dich in Deinem Leben begleiten. Ich selbst praktiziere das seit mehreren Jahren jeden Morgen. Automatisch komme ich dadurch in eine positive Stimmung, fühle mich genährt und starte gut gelaunt (oder zumindest besser gelaunt 😉) in den Tag.

Oder Du verlegst das Dankbarkeitsritual in den Abend und machst Dir vor dem Zubettgehen bewusst, für welche Dinge, die Du tagsüber erlebt hast, dankbar sein kannst. Wenn Du gern schreibst, ist ein Dankbarkeitstagebuch eine wunderbare Möglichkeit, Deine Gedanken und Gefühle festzuhalten.

Falls Du meditierst, empfehle ich Dir, öfters einmal eine Dankbarkeitsmeditation zu machen – geführt oder ganz still nur für Dich. Dir werden die richtigen Worte zuströmen. Als Anregung füge ich unten eine Dankbarkeitsmeditation an, die ich selbst geschrieben habe und schon mehrfach in unserer firmeninternen Mindfulness-Community angeleitet habe. Die einzelnen Punkte und Formulierungen variieren dabei immer ein wenig, weil ich jeweils das durch mich fließen lasse, was gerade gesagt werden möchte. Aber sie können als kleiner roter Faden für die verschiedenen Lebensbereiche dienen, für die wir unsere Dankbarkeit ausdrücken möchten.

Es gibt unendlich Vieles, wofür wir dankbar sein können. Sobald wir uns das vor Augen halten, erkennen wir, wie reich und schön unser Leben ist. Ein willkommener Nebeneffekt ist, dass dadurch Dinge, über die wir uns ärgern, an Kraft verlieren. Es wird alles in eine neue, gesunde Relation gesetzt. Wenn wir die Dankbarkeit in unser Leben einladen, wird sich unweigerlich sehr viel zum Positiven wenden.

Wem sagst Du danke?

Verständlicherweise fällt es uns generell leichter, für etwas zu danken, das uns offensichtlich guttut oder uns Freude bereitet. Freundlichen Menschen „danke“ zu sagen ist uns sogar ein Bedürfnis. Betrachten wir unser Leben allerdings aus einer etwas übergeordneten Perspektive, stellen wir oft fest, dass wir gerade an den schwierigen Erlebnissen gewachsen sind. Ja, vor allem die unzähligen größeren und kleineren Herausforderungen, die sich uns tagtäglich zeigen, helfen uns auf unserem Weg zu uns selbst am meisten weiter!

Deshalb darfst Du Dich auch darin üben, für unangenehme Situationen und Begegnungen zu danken. Auch wenn es anfangs schwerfällt, es ist möglich und Du kannst es trainieren 😊. Und Du musst es auch nicht unmittelbar aussprechen. Es reicht aus, ein Ereignis im Nachhinein, wenn Du innerlich in Deiner Mitte bist, zu betrachten und Dich ruhig zu fragen: Was kann ich daraus lernen? Für die Erkenntnis, die Du daraus ziehen kannst, darfst Du dankbar sein. Alles, was Du erlebst ist letztlich eine Lernerfahrung und Du darfst den Personen und den Umständen, die Dir diese Erfahrung ermöglicht haben, danken (zunächst innerlich und leise, später vielleicht – wenn es sich ergibt – auch direkt und vernehmlich).

Bei all der gefühlten und gezeigten Dankbarkeit darfst Du Dich selbst nicht vergessen! Du bist es, die/der durch dieses Leben geht. Die/Der all das meistert, was Dir begegnet. Die/Der all die Geschenke an andere weitergibt, die Du in Dir trägst. Die/Der all das verkörpert, was durch Dich erfahren werden will. Dafür darfst Du Dir selbst aufrichtig danken!

Ich sage DANKE!

All den wundervollen Mentoren, die mich durch ihre Bücher, Blogs, Podcasts, Videos und Seminare über die Jahre hinweg auf meinem Weg zu mir selbst begleitet haben, sage ich von Herzen DANKE, DANKE, DANKE!

Durch euer Sein, durch euer Wirken habe ich bedeutungsvolle Erkenntnisse gewonnen, habe mich erinnert und auch bestätigt bekommen, was ich tief in mir bereits wusste. Was für eine Reise!

Danke, dass ihr euer Wissen, eure Energie, eure Liebe so großzügig mit anderen teilt! 😊

MojoDi

Eckhart Tolle

Lea Hamann

Kurt Tepperwein

Anke Evertz

Veit Lindau

Robert Betz

Daniela Hutter

Christina von Dreien

Mady Morrison

Nina Winner

Melanie Freudenberger

Susanne Marx

Seom (Patrick Kammerer)

Wivvica

Catharina Roland

Robin Kaiser

Sandra Weber

Britta C. Lambert

Michelle Haintz

Birgit Fischer

Karmen Mesko

Sarah Jasmin Cartsburg

Pavlina Klemm

Lia Lohmann

Mari Swaruu

Diese Liste ist nicht vollständig, sie lebt und verändert sich stetig. Mein tiefer Dank gilt auch allen anderen, hier nicht genannten (wissentlichen und unwissentlichen) Begleitern und Unterstützern – Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen, Nachbarn, Bekannten, Fremden.

Meine allergrößten Lehrmeister sind unsere Kinder. Ich bin überzeugt, durch unsere Tochter und unseren Sohn haben mein Mann und ich bisher am meisten über uns selbst gelernt. Und es geht immer weiter 😉! DANKE, DANKE, DANKE ihr beiden herrlichen, großen, liebevollen Wesen! Danke, dass ihr bei uns seid und euer Licht leuchten lasst!

Dankbarkeitsmeditation

Zur Einstimmung setze Dich aufrecht und entspannt hin, die Füße sind geerdet, die Hände liegen locker auf Deinen Oberschenkeln.

Atme ein paar Mal tief ein und aus, atme Entspannung ein und Loslassen aus.

Lächle in Gedanken, gern auch tatsächlich. Wenn Du magst, denke an etwas Schönes, das Dich zum Lächeln bringt. Tauche ganz ein in dieses Lächeln.

Lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Bauch, atme mehrmals in Deinen Bauch tief ein und aus und schicke Dein Lächeln dorthin. Lass Dein Lächeln mit jedem Atemzug in Deinen Bauch fließen und fühle, wie es sich ausbreitet, Deinen Bauch ausfüllt, ihn weich und leicht macht.

Gehe nun zu Deinem Herzen und schicke Dein Lächeln dahin. Lass sich das Lächeln in Deinem Herzen ausbreiten, mit jedem Atemzug mehr und mehr. Fühle die Wärme, spüre, wie Dein Lächeln Dein Herz immer mehr weitet und leuchten lässt.

Nun sprich alles aus (in Gedanken oder laut), wofür Du danken möchtest. Gönne Dir kurze Pausen zwischen jedem Aspekt und lass Deine Worte ganz tief in Dein Herz sinken. Nimm wahr, wie sich mit jedem Satz mehr Freude und Leichtigkeit in Dir entfachen, wie Du mit jedem Satz höher schwingst – und genieße es:

Ich bin dankbar für den Stuhl, auf dem ich sitze und der mir Halt gibt.

Ich bin dankbar für die Kleidung, die mich wärmt.

Ich bin dankbar für den Raum, der mich schützt.

Ich bin dankbar für mein Zuhause, das mir Geborgenheit schenkt.

Ich bin dankbar für die Nahrung, die mich nährt – die physische und die geistige.

Ich bin dankbar für die Menschen, die mich begleiten, mich stärken und lieben: meine Familie, meine Freunde, meine Kollegen, meine Nachbarn.

Ich bin dankbar für alle Begegnungen, vor allem auch die schwierigen, weil ich daraus so viel lernen kann.

Ich bin dankbar für die Natur in mir und um mich herum.

Ich bin dankbar für die Pflanzen und Tiere, für die Mineralien und Elementarwesen.

Ich bin dankbar für alle Elemente:

  • Für die Erde, die mich nährt und trägt.
  • Für die Luft, die ich atme.
  • Für das Wasser, das ich trinke.
  • Für das Feuer, das mich wärmt – im Ofen, durch die Sonne, in meinem Herzen; und auch für das helle Feuer meines Geistes.

Ich bin dankbar für meinen Körper, der mich so liebevoll und weise durch dieses Leben begleitet.

Ich bin dankbar für all meine Sinne – die physischen und die Hellsinne – die mir so wunderbare und bunte Erfahrungen schenken.

Ich bin dankbar, dass ich atmen kann.

Ich bin dankbar, dass mein Herz schlägt.

Ich bin dankbar, dass ich fühlen kann, Liebe empfinden und schenken kann.

Ich bin dankbar, dass ich mich bewegen kann.

Ich bin dankbar für alles, was mich in meinem Leben bis hierher geführt hat: all die Hindernisse, die ich überwunden habe, all die Herausforderungen, die ich gemeistert habe, all die Erfahrungen, die ich sammeln durfte.

Ich bin dankbar für all die Unterstützung, die ich erfahren durfte.

Ich bin dankbar für meine eigene Stärke und meinen Mut, diesen Weg gegangen zu sein.

Ich bin dankbar für all die Fülle und Vielfalt in meinem Leben.

Ich bin dankbar für all die großen und kleinen Wunder, die ich täglich erleben darf.

Ich bin dankbar für all meine Gaben und Fähigkeiten, für das Licht, das ich in diese Welt tragen darf.

Ich bin dankbar für all die Geschenke des Lebens an mich und dass ich für andere ein Geschenk bin.

Danke, dass es mich gibt.

DANKE, DANKE, DANKE.

Spüre in Dein Herz hinein. Fühle die Dankbarkeit, die Freude, die Leichtigkeit, die Wärme, die Liebe, die Dich nun vollkommen ausfüllen. All das bist Du!

Lass nun Deinen Atem tiefer werden, fühle Deine Füße auf dem Boden, die Unterlage unter Dir und beginne in Deinem Tempo, Dich zu bewegen.

Bevor Du Deine Augen öffnest, lächle gern noch einmal aus tiefstem Herzen. Und nun öffne Deine Augen und sieh, wie hell es in Dir und um Dich herum leuchtet! 😊

Sei lieb gegrüßt

Astrid

Unser Herz – unser Zuhause

In der letzten Zeit habe ich mich intensiv mit dem Thema „Herz“ beschäftigt. Immer wieder tauchte es in meinem Sichtfeld auf: durch Innenschau, bei Gesprächen, in Form von Podcasts und Videos, auf die ich stieß, in den Büchern, die ich las. Dadurch wurde ich natürlich auch verstärkt in das „ins Herz hineinfühlen“ geführt. Über den Tag verteilt spüre ich zwischendurch für ein paar Augenblicke in meinen Herzraum, trete bewusst in Kontakt mit ihm, nehme ihn einfach wahr und das, was sich mir dabei vielleicht zeigt. Zudem verbinde ich mich täglich mit Mutter Erde und Vater Himmel und erlebe mich – mein Herz – als Verbindungsglied zwischen diesen Ebenen. Es ist ein tägliches Üben und Erinnern.

Etwas ganz Essenzielles nehme ich daraus mit: Indem ich häufiger und gezielter mit meiner Aufmerksamkeit in mein Herz wandere, fällt mir das Eintauchen und Verweilen in meinem Herzraum mit jedem Mal leichter. Ich kann mein Energiezentrum rund um mein Herz – mein Herz-Chakra – wesentlich direkter und stärker fühlen und durch die verschiedenen Meditationen, die ich dazu mache, erlebe ich ganz unmittelbar, wie sich mein Herzraum stetig weitet und kraftvoller pulsiert. Mittlerweile nehme ich ganz klar wahr, dass genau dort meine Kraft sitzt, sich mein Zugang zur Weisheit und zu all den Informationen befindet, die ich für meine Entscheidungsfindung benötigte, dass genau in meinem Herzen meine Verbindung zur Quelle verankert ist – dass hier meine wahre Essenz wohnt.

In meinem (Familien-)Alltag spüre ich, wie ich durch das Zentrieren im Herzen viel besser durch äußere Wellen hindurchnavigieren kann, ruhiger bin oder mich schneller wieder beruhige. Das ist so wohltuend! Wie gesagt, ich übe es täglich und es gelingt mir nicht immer. Aber ich komme immer öfter und anhaltender in dieses „zentriert und innerlich ruhig sein“.

Durch die „Arbeit“ mit meinem Herzen wage ich mich auch mehr und mehr mit meinen Herzensthemen nach außen und traue mich, durch die Angst vor diesen Schritten hindurchzugehen.

In meinem Unternehmen hatte ich mich zum Sommerbeginn durch einen starken inneren Impuls zu einem Online-Vortrag an drei Terminen anregen lassen. Darin habe ich den Teilnehmern das Thema Meditation nähergebracht, inklusive einer geführten Meditation zur Verbindung mit Erde & Himmel. Eben diesen Vortrag werde ich nun Mitte September in einem unternehmensweiten „Mindfulness Day“ wiederholen.

An meinem Bürostandort werde ich demnächst einen wöchentlichen Meditationskreis für Kolleginnen und Kollegen in der Mittagspause starten. Hier habe ich eine liebe Kollegin gefunden, die von der Idee begeistert ist und dies gemeinsam mit mir umsetzen wird.

Und ich habe vor ein paar Wochen endlich in die Tat umgesetzt, was ich mir schon vor längerer Zeit vorgenommen und visualisiert hatte: ein Meditationskreis mit lieben Menschen im Wald, bei mir daheim. Es war eine wunderbare Erfahrung und macht mir Mut, diesen Weg weiter zu beschreiten.

All diese Erlebnisse zeigen mir, wie wertvoll es ist, den Zeichen des Herzens zu folgen und darauf zu vertrauen, dass wir dabei getragen sind und unterstützt werden. Immer dann, wenn wir etwas aus unserem Herzen heraus tun, wird es leicht und die Dinge ergeben sich fast schon spielerisch einfach. Alles, was es dazu braucht, ist die bewusste Entscheidung, der erste mutige Schritt ins Unbekannte.

Und genau dazu lade ich dich ein: Widme dich deinem Herzen, tritt in Kontakt mit ihm, befreie es von all den Schichten aus Konditionierungen, nicht mehr dienlichen Überzeugungen und alten Mustern, die dein wahres Selbst verdecken. Lerne wieder zu spüren, wie herrlich groß, strahlend und kraftvoll dein Herz ist! Wie wundervoll du bist!

Vielleicht magst du dich dabei von den liebevollen und tiefgründigen Podcasts von Sandra Weber begleiten lassen. Hier verlinke ich dir ihren Beitrag „Unser Herz Teil 4 – Liebe“. In ihrem Kanal und auf ihrer Website findest du zahlreiche andere hilfreiche Impulse.

Sei lieb gegrüßt

Astrid

Meditation – wie du deine Mitte findest

Allmorgendlich stelle ich dem Schöpfer allen Seins und meiner Seele die Frage, was an diesem Tag für mich anliegt, was ich lernen darf, worauf ich meine Aufmerksamkeit richten darf. Vor zwei Tagen kam der Impuls „Innen. Dein Inneres.“ Auch wenn ich es mir generell angewöhnt habe, im Alltag immer wieder in mich hineinzuspüren, zu fühlen und zu reflektieren, nehme ich dies zum Anlass, mich noch intensiver darauf einzulassen, was ich in mir wahrnehmen kann.

Fast unmittelbar nach dieser inneren Antwort kam mir das wunderbare „Werkzeug“ Meditation in den Sinn. Das Wort Meditation stammt vom Lateinischen meditatio/ meditari ab, was so viel heißt wie „nachdenken, nachsinnen, überlegen, Mitte finden“. Ja, durch die Meditation bin ich dabei, immer mehr und immer wieder meine Mitte zu finden. Ich fühle Dankbarkeit dafür, dass ich vor Jahren auf die heilsame Wirkung der Meditation gestoßen war und wohin mich das regelmäßige Meditieren, auch in Form des Yoga, bis zum heutigen Tag geführt hat. Ich freue mich auf das, was sich daraus entwickeln mag. Das inspirierte mich zu diesem Text, den ich hier mit dir teile.

Vom „ich kann das nicht“ zum „es wirkt ja wirklich“

Lass mich dich kurz auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen.

Spiritualität fasziniert mich seit meiner Jugend, damals vornehmlich im Sinne des Erforschens alter Naturreligionen und unerklärlicher Phänomene. Ich spürte schon immer – wollte es auch glauben – dass es mehr gab, als ich mit meinen physischen Sinnen erfassen kann. Meditation als Methode fand ich spannend, konnte mir jedoch nicht vorstellen, es selbst zu praktizieren. „Ich bin viel zu unruhig für Meditation“ redete ich mir viele Jahre lang erfolgreich ein.

Bis ich dann – nach der Geburt unserer beiden Kinder, mit dem Wiedereintritt ins Berufsleben und dem Ende der Stillzeit  – in eine Lebensphase eintrat, die von wiederkehrender Migräne geprägt war. Von Mal zu Mal wurde sie stärker, ich nahm Schmerzmittel ein, um im Alltag zu funktionieren. Bis ich irgendwann an einen Punkt kam, wo ich mir eingestand: Ich muss etwas Grundlegendes ändern!

Zum Einen erlaubte ich mir endlich, mich an den Migräne-Tagen krank zu melden und generell viel stärker auf die Bedürfnisse meines Körpers zu achten. Zum Beispiel legte ich sofort Pausen ein, sobald es an den betreffenden Tagen hinter der Stirn zu pochen begann, anstatt mich – wie bislang – anzutreiben nach dem Motto „das mache ich noch fertig, und dann…“.

Zum Anderen besann ich mich darauf, was ich einmal über Meditation gelesen hatte: Dass sie auch bei Kopfschmerzen und Migräne helfen soll. Ich war es endgültig leid, meine Schmerzen mit Tabletten zu unterdrücken und war gewillt, diese Alternative auszuprobieren. Trotz meiner etablierten Meinung „ich kann das nicht“, ließ ich mich darauf ein. Schlimmer konnte es nicht werden. Da ich keinerlei Erfahrung damit hatte, entschied ich mich für eine geführte Meditation als Mittel der Wahl. Auch wenn es mich ziemlich anstrengte, ein digitales Medium zu nutzen, suchte ich mir auf YouTube eine entsprechende Meditation heraus – in der Hoffnung, dass es sich lohnen und sie mir Linderung verschaffen würde. Direkt stieß ich auf die Meditation „Verspannungs-Kopfschmerzen lindern“ von Mojo Di, legte mich auf das Sofa und ließ es geschehen.

Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, dass ich sofort einen Effekt spüren würde, auch wenn ich es hoffte.  Und doch: bereits während der Meditation fühlte ich Erleichterung, der eiserne Ring aus Schmerz, der meinen Kopf umschloss, lockerte sich und schwoll ab zu einem leichten, erträglichen Nachhall eines Kopfwehs. Der unnatürliche Druck verflog. Ich atmete auf, fühlte mich wieder als Mensch. Und ich konnte es kaum fassen! Die Migräne war dieses Mal gegangen, ohne dass ich ein weiteres Schmerzmittel einnehmen musste!

Damit begann meine Reise in mein Inneres, in meine Mitte.

Meditation als Tor zu uns selbst

Mit Hilfe der Meditation und durch einen achtsamen Umgang mit mir, konnte ich die Migräne und meine eher nach außen gerichtete Haltung loslassen. Seitdem beschreite ich einen Weg, der mich Schritt für Schritt zu mir selbst führt. Ich durfte erkennen, dass eine Liebe in mir ist und mich durchströmt, die nicht auf mich begrenzt ist. Den Zugang zu ihr habe ich durch wachsende Selbstliebe gefunden.

Nachdem ich nun die heilende Wirkung der Kopfschmerz-Meditation erlebt hatte, war ich neugierig auf weitere geführte Meditationen und darauf, was ich wohl dabei entdecken würde. So probierte ich eine Chakra-Meditation aus, die durch Visualisierung der zugeordneten Farben und Affirmationen die einzelnen Chakren öffnen und aktivieren sollte. Womit ich nicht gerechnet hatte, war meine sehr heftige Reaktion, als ich beim Nabel-Chakra (das u.a. für Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein steht) angelangt war: Als ich die Affirmation „Ich bin zufrieden mit mir“ aussprechen sollte, fiel mir das sehr schwer und die Affirmation „Ich liebe mich“ brachte ich nicht über die Lippen. Stattdessen krümmte ich mich schluchzend. Ziemlich leichtfüßig war ich über eine festsitzende Blockade gestolpert. Die Meditation ließ genügend Raum, um aufkommende Gefühle zu spüren, sie durchfließen zu lassen, sie anzunehmen. Am Ende fühlte ich mich leichter und um einige Erkenntnisse reicher. Mir wurde ein weiterer Ansatzpunkt zur inneren Heilung gezeigt und ich nahm ihn dankend an.

Seither ist Meditation in verschiedenen Formen ein fester Bestandteil meines Lebens geworden und diese Blicke nach innen helfen mir dabei, mich selbst kennenzulernen, mich und andere besser zu verstehen und meine immerwährende Anbindung an das All-eins wahrhaftig zu fühlen. Ich erkenne, dass ich stets eins bin mit „Allem was ist“, ohne Trennung. Das und eine stetig praktizierte Reflexion von Situationen und Erlebnissen, bringen mich immer mehr dahin, das Leben als wundervolle Lernerfahrung zu sehen, in der ich mich ausprobieren kann, in der ich mich vertrauensvoll auf Dinge einlassen kann, die zu mir kommen und sich stimmig anfühlen, auch wenn sie vollkommen neu und früher für mich undenkbar gewesen wären.

Warum ich dir das erzähle? Von Herzen lade ich dich ein, dich ebenfalls auf Entdeckungsreise in deine Mitte zu begeben und gespannt auf das zu sein, was sich dir dabei zeigen wird. Lass dich auf das Unerwartete ein! Vor allem wirst du dir näher kommen und damit schaffst du die Basis, auch anderen Menschen näher zu kommen, ihnen wahrhaftig zu begegnen. Das bringt dir und der Welt Heilung.

Meditation ist Verbindung

Nach einiger Zeit formte sich der Wunsch in mir, dieses Wunder, was ich entdeckte und seither erkunde, nach außen fließen zu lassen, andere Menschen damit zu berühren. Denn in verschiedenen Online-Meditationskreisen erlebte ich die unglaubliche Kraft des gemeinsamen Meditierens.

Ich machte mir keinen Druck, ließ ich mich vom Leben und meiner Seele führen, ging im Kleinen erste Schritte, indem ich zunächst ab und an meine Kinder mit meinen Worten durch ihren Körper und damit in den Schlaf führte. Vermutlich haben wir als Mama oder Papa alle schon unsere Kinder durch geführte Meditation beim Einschlafen begleitet, nur haben wir es nicht so genannt. Allerdings wählte ich nun dabei die Worte bewusster, fühlte mich intensiv mit ein, was mich selbst in einen meditativen Zustand versetzte.

Zu meiner großen Freude existiert innerhalb des Unternehmens, in dem ich arbeite, eine Community, die sich ganz dem Thema Achtsamkeit und Potenzialentfaltung verschrieben hat. Neben ihrem Tagesgeschäft bieten die Community-Mitglieder interessierten Kolleginnen und Kollegen Vorträge, Workshops und Online-Sessions zu diesen Themen an. Vor zwei Jahren stieß ich auf diese Gemeinschaft von Herzensmenschen und war sofort berührt zu sehen, dass es sogar in meinem technisch geprägten Arbeitsumfeld Gleichgesinnte gibt. Ich fühlte einen inneren Drang, mich zu beteiligen, wusste zunächst aber nicht wie. Schließlich stieß ich „zufällig“ auf den Aufruf dieser Community, bei einer konzernweiten Achtsamkeitswoche mitzuwirken. Spontan meldete ich mich als Sprecherin für einen selbstgewählten Impulsvortrag an – ohne einen konkreten Seminartitel und ohne explizites Material. In diesem Moment war ich einem deutlichen inneren Schubs gefolgt und ließ mich darauf ein. Tief in mir fühlte ich, dass es das Richtige ist. Und wirklich, über diesen und weitere Vorträge sowie einen Workshop konnte ich bislang meinen Weg zu mir selbst, in meine innere Mitte, und dessen heilsame Wirkung mit anderen Menschen teilen, sie berühren.

Mehrfach trat ich dafür aus meiner Komfortzone heraus. Seit einiger Zeit leite ich als aktives Mitglied der Mindfulness-Community geführte Online-Meditationen an, die wir täglich morgens unseren KollegInnen anbieten. Jedes Mal spüre ich, wie es mich unglaublich bereichert, wie sehr ich mich dadurch mit den anderen verbunden fühle. Und wie viel näher ich mir dabei selbst komme, meine wahre Essenz kennenlerne, die sich (mit)teilen möchte, die lieben möchte.

Noch weiß ich nicht genau, wohin mich mein Weg führt, doch ich habe eine Ahnung, ein inneres Bild davon, wie es sein könnte. Dieses Bild zeigte sich mir in verschiedenen Meditationen, die ich mir selbst schenkte: Inmitten eines Kreises sitzender Menschen halte ich den Raum für die Innenschau, begleite diese Menschen liebevoll dabei, sich mit sich selbst und der Natur zu verbinden. Der Raum ist erfüllt von Wärme, Sanftmut, Lebendigkeit, Frieden, tiefer Freude am Sein. Ich sehe Kreise in lichtdurchfluteten Innenräumen, draußen im Wald, umgeben von lieben Baumfreunden, auf sonnenbeschienenen Blumenwiesen, unter klarem Sternenhimmel. Diese Bilder erfüllen mich stets mit Hoffnung, Zuversicht und einer überbordenden Vorfreude! In mir drinnen weiß ich, dass sie eines Tages Wirklichkeit sind. Und wenn ich ganz ehrlich bin, sind sie schon jetzt teilweise in meinem Leben – mit den morgendlichen Meditationskreisen inmitten meiner KollegInnen und einer von mir angeleiteten Yoga-Session im Rahmen eines Workshops mit jungen Trainees, die ich bei ihrem Eintritt in unser Unternehmen begleiten darf.

Ja, Meditation ist Verbindung auf allen Ebenen.

Aus der Stille zum Licht

Um zu meditieren, bedarf es nicht viel, lediglich unserer Absicht. Wir können es jederzeit tun. Für den Einstieg mag eine geführte Meditation einfacher sein. Auch ich habe so begonnen. Du wirst auf elektronischen Datenträgern und im Internet ganz gewiss die für dich im Moment passende Meditation finden. Ich persönlich mag zum Beispiel die Meditationen von Mojo Di, Lea Hamann, Anke Evertz, WiVViCA, Robin Kaiser und Martina Shana.

Sobald es dir leichter fällt, bewusst nach Innen zu reisen, magst du dir vielleicht eine Meditationsmusik anhören, während du den Weg in deine Stille selbst wählst. Auch hier gibt es eine Vielzahl von wunderbaren Angeboten, unter anderem Intentional Sounds, Meditative Mind, PowerThoughts Meditation Club oder Music for Body and Spirit.  

Irgendwann wirst du auch ganz in Stille meditieren können, egal ob morgens als Start in den Tag, zwischendurch für eine kurze Pause an deinem Arbeitsplatz, vor dem Einschlafen in deinem Bett oder bei einer Rast im Wald.

Versuche einmal, dir in deinen Alltag kleine Inseln der Stille einzubauen. Setze dich entspannt und aufrecht hin, atme ruhig ein und aus und lenke deine Aufmerksamkeit zunächst nur auf deinen Atem. Beobachte ihn, nimm wahr, wie er ein- und ausströmt, wie sich nacheinander Brust und Bauchdecke heben und senken. Atme Entspannung ein und Loslassen aus. Fühle, wie du mit jedem Atemzug mehr in dir ankommst, ruhiger wirst und wie du Stress, Spannung und Ängste aus deinem Körper ausatmest. Während sich dein Körper entspannt, entspannt sich auch dein Geist. Gedanken mögen kommen und du kannst sie gehen lassen, ohne ihnen zu folgen. Du musst nichts tun. Alles, was du in diesem Augenblick möchtest, ist deinen Geist zu beruhigen. Sei einfach nur Stille. Erlaube dir, mit dir selbst, mit deinem Tag, mit deinem Leben in Frieden zu sein. Fühle in deinen Herzraum hinein, spüre die Wärme, nimm diesen leichten, subtilen Teil deiner Selbst wahr, das Licht, das sich hier befindet. Und nun fühle, wie es sich ausdehnt, in deinem Körper und über deine physischen Grenzen hinaus, in die Atmosphäre um dich herum. Bis es dich vollkommen einhüllt, wie ein leuchtender Kokon. Erlaube diesem Lichtkörper, jede einzelne Zelle deines Wesens aufzuladen, einfach weil du in ihm bist. Genieße diesen Moment des Sitzens im eigenen Licht. Genieße, wie es dich auflädt, regeneriert. Fühle, wie dieses Licht jede Zelle durchströmt, mit Wärme, Energie, Leichtigkeit auffüllt. – Mehr braucht es nicht, um Körper, Geist und Seele wieder miteinander zu verbinden. Dafür reichen wenige Minuten. Probiere es gern einmal aus!

Meditation bedeutet übrigens nicht nur Stillsitzen. Yoga ist zum Beispiel eine Meditation in Bewegung, bei der du deinen Atem in Einklang mit deinen Körperübungen bringst. Du kannst auch während des Gehens oder beim Sport innerlich still werden und dich ganz bewusst auf das fokussieren, was du gerade tust. Jeder bewusste Atemzug, jede achtsame Tätigkeit – und sei es Geschirrspülen – bei der du ganz im Hier und Jetzt, ganz präsent bist, ist Meditation. Das verbindet dich mit dir selbst, mit dem was ist und bringt dir dadurch inneren Frieden.  

Vielleicht findest du in deiner Gegend auch Meditationskreise, denen du dich anschließen kannst? Meditation in der Gruppe ist unglaublich kraftvoll und transformierend!

Magst auch du über den Weg in die innere Stille Kontakt zu deiner wahren Essenz aufnehmen und darüber staunen, welche spannenden Schritte und welche unerwarteten Ereignisse sich für dich daraus ergeben mögen? Sei gewiss: es ist ein Weg zu dem, was du wirklich bist und wofür du hierhergekommen bist.

Gordon Smith sagte einmal so schön: „Wenn wir Körper und Geist still machen, kann das innere Licht beginnen, sich auszudehnen.“

Bitte lass dein Licht weit und hell erstrahlen und somit dich und die Welt heilen.

In Liebe

Astrid

Leise und behutsam – kennst du diese Qualitäten?

Heute Morgen erhielt ich zwei Impulse, die mich zu diesem Artikel inspirierten.

Bei meiner morgendlichen Innenschau und der Frage, worauf ich heute meine Aufmerksamkeit richten darf, kamen mir diese Worte in den Sinn: Sei leise. Sei still und empfange.

Als ich dann meinen Sonnengruß mit anschließender teilweise geführter Stille-Meditation vor dem Arbeitsstart praktizierte, wurde ich bei einem Wort hellhörig, als die Meditationsleiterin Elena Brower zwischendurch eine Empfehlung zur Haltung aussprach: behutsam.

Eine Gefühlswelle ging durch meinen Körper und ich spürte die wohltuende Wirkung dieses Wortes, konnte ganz darin eintauchen und empfand tiefe Dankbarkeit für dieses Wort. Es berührte mich auf einer ganz tiefen Ebene, machte mich weich und weit.

Behutsam – damit verbinde ich etwas Behütendes, Sanftes, Liebevolles, Bewahrendes.

Und mir wurde klar, dass ich die Qualität dieses Wortes mehr in meinem Alltag, in meinem Leben spüren möchte. Ebenso wie die Qualität des Wortes „leise“.

In der Stille, im „leise-sein“, sind wir empfänglicher für das, was uns das Leben sagen möchte. Wir schaffen Raum für das, was entstehen möchte.

Versuche dich einmal daran zu erinnern, wie angenehm es sich anfühlt, wenn jemand leise und sanft zu dir spricht, wenn leise, entspannende Musik im Hintergrund spielt, wenn du im Wald spazierst und vollkommen in die Stille einsinken kannst.

Magst du dir vergegenwärtigen, welchen Verlauf ein Gespräch nimmt, das achtsam und leise geführt wird, mit bedachtsam gewählten, wertschätzenden Worten – anstatt, dass sich die Beteiligten gegenseitig mit lautstarken Argumenten zu dominieren versuchen? Welche Diskussionen waren in deiner Vergangenheit erfolgreicher, egal ob im beruflichen Umfeld oder mit deinem Partner, deinen Kindern: Der ruhige, sanfte Austausch mit sorgfältiger Wortwahl, oder der laute, impulsive Schlagabtausch?

Wie wäre es, wenn wir den Qualitäten dieser beiden Worte „leise“ und „behutsam“ in all unseren Lebensbereichen mehr Beachtung schenken?

Wie wäre es, wenn wir mit uns und unserem Körper immer behutsam umgehen und uns viele Momente des stillen Hineinlauschens schenken?

Wie wäre es, wenn wir in dem, was wir ihm und wie wir ihm etwas zuführen und von ihm fordern, behutsam und leise werden?

Wie wäre es, wenn wir unseren Körper und seine Botschaften – die Botschaften unserer Seele – behutsam und leise wahrnehmen und dadurch viel tiefer in das Erkennen und Verstehen kommen?

Wie wäre es, wenn wir einen behutsamen und leisen Umgang mit anderen Menschen und allen anderen Mitgeschöpfen kultivieren? Wenn wir durch diese Haltung mit jedem Kontakt wacher und bewusster werden, die Gefühle – unsere und die unserer Mitgeschöpfe – deutlicher wahrnehmen und so stimmig entscheiden und handeln können?

Was für eine Welt wäre das?

In dieser Welt lebe ich sehr gern. Ja, ich formuliere das bewusst so, als ob diese Welt schon existiert. Denn allein durch meine Intention lenke ich die Energie genau dahin, dass sich diese Welt leichter manifestieren kann.

Magst du dich an der Erschaffung dieser Welt beteiligen?

Ganz nebenbei bestätigte mir dieses Erlebnis heute Morgen, dass Worte reine Schwingung sind und wie unmittelbar sie sich auf unser Wohlbefinden und unsere Stimmung auswirken.

Die Heilerin Pavlina Klemm, die unter anderem mit Frequenzen arbeitet, empfiehlt zum Beispiel, hoch schwingende Worte – wie Dankbarkeit, Frieden, Stärke – mehrfach hintereinander auszusprechen, um deren heilsame und energetisierende Schwingung zu nutzen.

Übrigens wurde durch den japanischen Wissenschaftler Dr. Masaru Emoto nachgewiesen, welche Macht unsere Gedanken auf das Wasser haben und wie elementar positive wie auch negative Gedanken bzw. Worte die kristalline Struktur des Wassers verändern können. Und da unser Körper zu 60 bis 75 % aus Wasser besteht, kannst du sicher nachvollziehen, dass diese Auswirkungen für uns ebenso gelten.

Ich lade dich ein, künftig sehr achtsam bei der Wahl deiner Worte zu sein und die wunderbare Vielfalt unserer Sprache stets so zu nutzen, dass du damit etwas Positives bewirkst. Wenn du dem dann noch einen eher leisen, aufmerksamen Rahmen schenkst, kann sich alles nur noch im besten Sinne entfalten 😊. Danke!

Deine Astrid

Erst fühlen – dann entscheiden

Seit ich mich auf meinem persönlichen Weg des Erwachens – auf meinem Weg zu mir selbst – befinde, werde ich immer mehr zum Fühlen herangeführt. Indem ich mich bewusst darauf einlasse und dabei die verschiedensten Methoden nutze, erlebe ich, wie es mir zunehmend leichter fällt. Es ist ein Prozess, ein Pfad in meine inneren Welten, der sich Stück für Stück vor mir entrollt und den ich beschreite. Anfangs noch sehr unsicher, war ich als Verstandesmensch doch vornehmlich durch mein Denken geprägt. Aber die Impulse aus meinem Inneren und von Außen bestätigen mir, dass das genau die Richtung ist, die ich einschlagen darf und dass ich – wie jeder von uns – die Fähigkeiten besitze, mich fühlend und sicher durch mein Leben zu bewegen.

In der immer komplexer werdenden – ja oft chaotischen – Welt, in der wir leben, ist es um so wichtiger, wenn wir uns bei unseren tagtäglichen Entscheidungen nicht mehr (nur) auf unseren Verstand verlassen, sondern vor allem unser Gefühl und unsere innewohnende Intuition nutzen.

„Hör‘ auf Deinen Bauch!“

Ganz bestimmt bist du dieser Aussage schon oft begegnet, hast den Rat vernommen, deiner Intuition zu folgen. Was bedeutet das überhaupt?

Wir können auf verschiedene Weise intuitiv wahrnehmen. So vielfältig, wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Kanäle, durch die die Intuition zu uns spricht. Zudem hängt es von deiner Tagesform ab, worüber du in dem betreffenden Moment am leichtesten Zugang zu deiner inneren Weisheit findest:

  • Es können spontan auftauchende Gedanken sein – einzelne Wörter oder ganze Sätze.
  • Manchmal ist da ein plötzliches und unmissverständliches Wissen in uns, dass etwas so ist.
  • Es kann über innere Bilder geschehen, die in uns entstehen und die wir mit unserem geistigen Auge visualisieren.
  • Vielleicht äußert sich deine Intuition über bestimmte Körperempfindungen, die dir ein klares Signal für die richtige Entscheidung liefern.
  • Intuition bedeutet auch, die Gefühle eines anderen Menschen mitfühlen zu können und dadurch „Bescheid zu wissen“.
  • Einige nehmen auch Klänge oder gesprochene Worte in sich wahr, die allerdings nicht mit den physischen Ohren gehört werden.

Meine hauptsächlichen Kanäle sind die beiden erstgenannten. Das war mir nicht immer klar, doch heute nutze ich das sehr gern in meinem Alltag, vor allem, wenn ich vor Entscheidungen stehe oder zu bestimmten Fragen Antworten suche, bei denen sich mein Verstand nur immer im Kreis dreht.

Wenn ich jetzt zurückschaue, glaube ich, dass ich schon länger ein Gespür dafür habe, was hinter dem Offensichtlichen steckt. Aber das sichere Gefühl, wann z.B. etwas für mich stimmig ist, also was die richtige Entscheidung ist, entwickelt sich bei mir immer mehr, seit ich mich auf meinen bewussten Weg nach Innen begeben habe. Begonnen hat alles mit Meditation. Da hat sich Stück für Stück etwas in mir geöffnet und mich sensibler für die Dinge zwischen den Zeilen gemacht. Und das übe ich täglich. Vor allem übe ich, mir darin zu vertrauen, dass ich mir das nicht irgendwie „ausgedacht“ oder „eingebildet“ habe, sondern dass das eine vorhandene Weisheit ist, auf die ich lediglich zugreife.

Dass ich einen Zugang zu diesem Wissen besitze – wie jeder Einzelne von uns, auch du! – und ihn vermutlich schon früher unbewusst genutzt habe, zeigten mir die beiden ThetaHealing-Kurse, die ich im letzten Jahr absolviert habe. ThetaHealing ist eine auf Energiearbeit basierende Heilmethode, ins Leben gerufen von Vianna Stibal. Spannend fand ich, dass uns unsere Kursleiterin nach einer theoretischen Einführung direkt in die Gruppenarbeit geschickt hat und wir das eben Gehörte gegenseitig anwenden sollten. Fast unvermeidlich kam (nicht nur bei mir 😉) sofort die Unsicherheit hoch: Ich kann das doch (noch) gar nicht! Aber erstaunlicherweise haben wir alle etwas wahrgenommen und konnten bei unserem Gegenüber tatsächlich etwas Positives bewirken. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass es in den Kursen eigentlich darum geht, zu erkennen, dass wir das Wissen und die Fähigkeiten bereits besitzen und uns „nur“ trauen dürfen, sie auch anzuwenden – uns selbst vertrauen dürfen.

Genau das lege ich dir hier ans Herz:

Vertraue dir, dass du alles Erforderliche bereits in dir trägst!

Und nutze deinen wunderbaren Körper als Erfahrungsinstrument!

Wie finde ich meine Intuition?

Wir alle verfügen über intuitive Fähigkeiten, die der sicherste und einfachste Wegweiser für unser Leben sein können. Das klingt gut, nicht wahr? Vielleicht fragst du dich jetzt: Wo soll ich diese Qualitäten finden? Wenn ich sie hätte, wäre ich doch schon längst darauf gestoßen! 

Aber genau das ist der Punkt, an dem du ansetzen darfst. Viel zu oft machen wir uns kleiner als wir sind und diese Haltung haben wir von Klein auf verinnerlicht. Die wenigsten von uns haben als Kinder gelernt, auf das zu vertrauen, was aus ihrem Inneren kam. Wir haben nicht gelernt, nein zu sagen und haben immer wieder Dinge getan, die wir eigentlich nicht wirklich tun wollten – nur, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Während wir aufwuchsen, haben wir gelernt, uns an die Vorgaben von außen anzupassen und uns so Stück für Stück von uns selbst entfernt. Wir nehmen gar nicht mehr wirklich wahr, was wir fühlen, wie wir uns fühlen oder wir achten einfach nicht mehr darauf.

Dein erster Schritt hin zu dir selbst und deinen intuitiven Fähigkeiten besteht darin, dich wieder mehr zu fühlen.

Eine recht einfache Möglichkeit ist, im Tagesverlauf immer wieder innezuhalten und für einen Moment in dich hinein zu spüren: Was fühle ich gerade? Hierbei geht es ums bloße Wahrnehmen, ohne jegliche Bewertung. Du übst dich in deinem Körperempfinden.

Der sogenannte Körperscann ist eine weitere Anregung, dich in deinem Fühlen und in deiner intuitiven Wahrnehmung zu trainieren. Ich finde ihn sehr hilfreich, um näher in Kontakt mit mir selbst zu kommen und wende ihn oft an, wenn ich vor einer Entscheidung stehe. Dann lausche ich leise in mich hinein, was ich bei einem JA und bei einem NEIN spüre. Ist es in mir warm, weich, ruhig? Fühle ich mich leicht, belebt, atme ich innerlich auf? Dann ist es in diesem Moment die richtige Entscheidung. Oder fühlt sich die Antwort eher kalt, hart, laut an? Empfinde ich eine Schwere in mir, zieht sich etwas zusammen oder fühle ich mich plötzlich erschöpft? Dann sollte ich das Gegenteil tun. Du kannst das einmal mit kleinen Dingen testen, um dir Schritt für Schritt näher zu kommen. Frage dich zum Beispiel: Will ich jetzt noch einen Kaffee trinken? Oder trinke ich lieber einen Tee? Will ich dann noch einmal rausgehen? Oder lege ich mich lieber auf das Sofa?

Magst du es gern etwas spielerisch, kannst du diesen Körperscann auch mit Antwortzetteln kombinieren. Notiere dir zu einer Frage, die dich bewegt, die verschiedenen möglichen Antwortvarianten auf kleinen Zetteln. Lege diese verkehrt herum auf den Boden und lege noch einen zusätzlichen leeren Zettel – quasi als Kontrollgruppe – mit dazu. Mische das Ganze und stelle dich nun nacheinander für ein paar Augenblicke auf jeden einzelnen Zettel. Achte darauf, was in dir passiert. Beschleunigt sich dein Puls, verändert sich deine Atmung, fühlst du ein Flattern in Bauch, oder zieht dich etwas Schweres nach unten? Was fühlt sich angenehm an, was magst du überhaupt nicht? Wo spürst du gar nichts? Und dann schau auf die Unterseite der Zettel: Bei welcher Antwort empfandest du etwas Positives? Das deutet auf die für dich im Augenblick passende Entscheidung hin. Teste das ruhig ein paar Mal aus, hab Spaß dabei und übe damit, ein Gespür für deine innere Stimme zu entwickeln.

Mit diesen Übungen lernst du, ob sich etwas stimmig und rund für dich anfühlt und im Einklang mit deinem Herzen steht. Die spontane Antwort eines Herzens braucht nur zwei Sekunden. Vertraue also der zuerst auftauchenden Antwort, bevor sich dein Verstand mit seinen logisch und vernünftig klingenden Argumenten einschaltet! In diesem Zusammenhang darfst du auch lernen, nein zu sagen, wenn sich etwas nicht gut anfühlt.

Noch ein Tipp am Rande: Triff keine Entscheidung, bei der du nicht lächeln kannst! 😊

Versuche gern auch im Alltag, dich in deiner Intuition zu üben. Achte einmal darauf, welche Ideen dir spontan kommen, oder welche Dinge dir in deiner Umgebung plötzlich ins Auge fallen. Folge diesen Impulsen und beobachte, was dann passiert. Mit jedem Mal, wenn sich deine Entscheidung als stimmig herausstellt, wirst du sicherer und vertrauensvoller.

Seit geraumer Zeit praktiziere ich jeden Morgen eine kurze Innenschau und kann dir das wärmstens empfehlen. Vor dem Tagesstart sitze ich ruhig für ein paar Minuten da, verbinde mich mit Erde und Himmel und frage im Stillen: Geliebter Schöpfer allen Seins/ Gott/ Seele: Bitte zeige mir, was heute ansteht. Was ist dein Plan für heute? Was darf ich heute lernen? Worauf darf ich meine Aufmerksamkeit richten? Unmittelbar darauf kommen mir Worte oder Sätze in den Sinn, z.B. „Gelassenheit.“ „Fokus.“ „Erden und Leichtigkeit. “Sorge gut für dich.“ „Sei geduldig und liebevoll.“ Dann bin ich immer sehr gespannt, welche Situationen mir am Tag begegnen, um das zu üben. Hier heißt es einfach immer wachsam sein, sich selbst beobachten, reflektieren. Ganz automatisch purzeln dabei sehr viele Erkenntnisse heraus. Manchmal erhalte ich auch Hinweise auf konkrete Themen oder Menschen, mit denen ich mich befassen darf. Bei dieser Innenschau übe ich mich darin, die Informationen zu mir kommen zu lassen, sie nicht zu erzwingen. Sobald ich merke, dass sich mein Verstand einschaltet und ich beginne, nachzudenken, hole ich mich damit zurück, mich nur auf meinen Atem zu konzentrieren, ihn zu beobachten und dadurch wieder nach innen zu gehen.

Lea Hamann (Life-Coach, Autorin und Seminarleiterin) empfiehlt, mit dem Training deiner Intuition in der Natur anzufangen. Für mich ist die Natur ebenso ein wunderbarer Ort, um zu mir zu finden und ins Spüren zu kommen. Beim Gang durch den Wald oder beim Innehalten an einem Baumfreund wurden mir schon viele heilsame und hilfreiche Impulse geschenkt. Lea schlägt vor, beim Aufenthalt in der Natur zu versuchen, einen Baum oder eine Landschaft, wahrzunehmen. Was für eine Energie kommt rüber? Wie fühlt sich das an, wenn ich meine Aufmerksamkeit darauf lenke? Sobald du eine gewisse Übung darin hast, kannst du es später auch mit Tieren und Menschen probieren.

Eine wundervolle Übung, mit der du dem näher kommst, was alles in dir steckt, ist das automatische Schreiben. Hierzu suchst du dir einen ungestörten Raum, stellst dir den Wecker auf 30 min, überlegst dir eine Frage, auf die du eine Antwort suchst – und beginnst drauflos zu schreiben, ohne den Stift abzusetzen. Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt, ohne darüber nachzudenken. Wenn du anfangs oder zwischendurch stockst, schreibe genau das auf („Mir fällt gerade nichts ein…“) und du wirst bemerken, dass der Schreibfluss bald wieder in Gang kommt. Danach darfst du alles eine Weile ruhen lassen. Schau dir etwas später an, was aus deinem Inneren hervorgesprudelt kam und du wirst staunen! Bitte gönne dir diese Freude und lass deiner inneren Weisheit freien Lauf.

Wenn wir unsere intuitiven Fähigkeiten erkennen und nutzen wollen, ist es hilfreich, uns selbst in eine positive, höhere Schwingung zu bringen. Die Intuition ist auf der feinstofflichen, höher schwingenden Ebene angesiedelt. Sobald wir selbst höher schwingen, fällt uns der Zugang zu allem, was sich auf dieser Ebene befindet, leichter. Das erreichen wir zum Beispiel, sobald wir Freude oder Dankbarkeit empfinden. So habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mir morgens vor dem Aufstehen oder abends im Bett im Stillen alles aufzuzählen, wofür ich in diesem Moment dankbar bin. Ich erkenne, wie reich mein Leben bereits ist. Dadurch breitet sich immer ein ganz warmes Gefühl in mir aus, was mir Kraft gibt. Das lässt sich auch prima tagsüber anwenden. Vor allem dann, wenn ich merke, dass ich mich besser fühlen will oder an etwas Schönes denken möchte.

Übrigens: Unsere Intuition ist mit unserem Stirnchakra, dem „Dritten Auge“ oder auch Ajna, verbunden. Wenn dieses intuitive Sehzentrum blockiert ist, kann uns das in unserer Wahrnehmung der feinstofflichen Ebenen behindern. Um unser „Drittes Auge“ zu öffnen bzw. zu aktivieren, können uns spezielle Meditationen und Solfeggio-Klänge (852 Hz und 741 Hz) unterstützen.

Hier noch ein Tipp: Im vergangenen September bin ich „zufällig“ über den Inner Evoluition Kongress auf eine mir bis dato unbekannte energetische und systemische Heilarbeit namens Fogo Sagrado gestoßen. Sie ist ganz auf das Fühlen und die Intuition ausgerichtet und damit werde ich mich ganz sicher noch näher befassen. Vielleicht findest auch du das spannend? In diesem Video erläutern die beiden Therapeutinnen Stefanie Braun und Natascha Serke, was es mit Fogo Sagrado auf sich hat.

Und nun: Probiere es einfach aus! Beginne mit kleinen Schritten und staune über das, was sich dir mehr und mehr zeigt!

Wie unterscheide ich Intuition vom Verstand?

Es ist anfangs herausfordernd, echte Intuition von anderen Stimmen, vor allem vom Verstand, zu unterscheiden. Wir alle kommen intuitiv auf die Welt, leben es als Kinder größtenteils noch. Aber im Laufe unseres Lebens werden wir anders konditioniert und unser Fokus wird auf Logik und Rationalität gelegt. Den meisten von uns wird ausgeredet, unserer Stimme des Herzens – unser inneren Weisheit – zu vertrauen.

Da gibt es unser Ego – den Teil unseres Verstandes, der sich als getrennt von allem wahrnimmt und stets aus einer Mangelperspektive heraus agiert. Das Ego ist die Summe aller inneren Persönlichkeitsanteile, mit denen wir uns bewusst identifizieren. Die Stimme des Egos ist meist laut und drängend und erzeugt häufig ein Gefühl von Angst oder Druck. Unser Verstand bzw. unser Ego will immer etwas Bestimmtes erreichen und findet zahlreiche plausibel erscheinende Gründe, warum wir uns für/ gegen etwas entscheiden sollten oder warum etwas Neues (z.B. eine spontane Idee) nicht funktionieren wird und er skizziert uns, was alles passieren könnte. Dabei kann unser Verstand für sein Urteil nur auf das zurückgreifen, was er bereits kennt. Doch nichts davon ist real! Es sind reine Gedankenspiele.

Du darfst lernen, deine eigenen Gedanken nicht so ernst zu nehmen! Hinterfrage gezielt, welches Motiv dahintersteckt, was du (=dein Verstand) dadurch erreichen willst, was der Wunsch hinter dem Wunsch ist.

Unser Verstand/ unser Ego bewertet und kritisiert und existiert immer in der Vergangenheit oder in der Zukunft, nicht im Hier und Jetzt. Er grübelt über Vergangenes nach, was nicht mehr geändert werden kann und macht sich Sorgen über die Zukunft, die noch gar nicht da ist.

Deine Intuition (die Stimme deines Herzens) ist sanft und leise, ruhig, klar und eindeutig, geduldig und liebevoll. Du spürst einen inneren Impuls, hast eine Idee und weißt nicht, warum. Intuition ist absichtslos. Sie möchte nichts erreichen, sondern agiert aus der Freude und der Fülle heraus, führt dich damit zu neuen Erfahrungen und deiner Weiterentwicklung.  Intuition kann sich als sanfter Schubs in eine bestimmte Richtung äußern. Manche nehmen sie als klare innere Stimme wahr, oder haben Körperempfindungen, wie ein Kribbeln, Gänsehaut oder Nackenhaare, die sich aufstellen. Intuition kommt spontan, als Geistesblitz, aus dem Augenblick heraus. Intuition geschieht im Jetzt. Sie vermittelt dir ein Gefühl der inneren Weite, Ausdehnung, Weichheit. Sie ist niemals aufdringlich oder ängstlich. 

Intuition erkennst du auch an deinem Körpergefühl. Immer dann, wenn es in dir sehr ruhig, klar und entspannt ist, wenn du fühlst, dass sich dein Energieniveau erhöht, ist es ganz bestimmt deine Intuition, die zu dir spricht. Du weißt einfach, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Wie oben beschrieben kann sich Intuition über verschiedene Kanäle äußern. Bei jedem Menschen wird das etwas anders sein, bei jedem von uns sind bestimmte Kanäle stärker ausgeprägt als andere und diese nutzt die Intuition bevorzugt, um mit dir zu kommunizieren, damit du sie auch wahrnimmst. Du hörst sie als innere Stimme oder Klang, siehst sie über innere Bilder oder Symbole, erfährst sie als Gefühl oder ein unmittelbar auftauchendes inneres Wissen. Sie kann sich durch einen plötzlich wahrnehmbaren Geruch oder über deine Träume mitteilen. Gehe bewusst durch deinen Tag und achte auf äußere Hinweise, wie ein Buch, das dir „in die Hände fällt“, ein Gespräch, das du zufällig mithörst, bestimmte Wörter, Bilder, Symbole oder Zahlen, die dir auffallen.

Zugang zu deiner Intuition hast du vor allem in der Stille, wenn das wirbelnde Außen und das Gedankenchaos in deinem Inneren zur Ruhe gekommen sind. Also halte gern immer wieder im Tagesverlauf kurz inne, lausche in dich hinein und nimm einfach wahr, was sich zeigt – so kommst du mit deiner Intuition am leichtesten in Kontakt.

Ich lade dich ein, dich spielerisch deinen intuitiven Fähigkeiten zu nähern. Du kannst deine Intuition wie einen Muskel trainieren. Je mehr du übst, umso mehr kommst du ins Vertrauen. Lass dich darauf ein und staune über dich selbst – du kannst nichts falsch machen.

Wenn du noch ein wenig mehr zu diesem Thema erfahren magst, kannst du dir gern dieses Gespräch zwischen Tatjana und mir anhören. Einer spontanen Eingebung folgend habe ich in dem wunderbaren Telegram-Kanal von Tatjana „Die Welt beginnt in Dir“, in dem sie Gedankenimpulse aus den Bereichen Astrologie, ThetaHealing und Entwicklungscoaching teilt, einen Kommentar zu einem ihrer Beiträge verfasst. Daraus entspann sich ein schöner Austausch im Chat, der schließlich in dem aufgezeichneten Gespräch mündete. Darin gehen wir übrigens auch kurz darauf ein, wie sich Intuition im Geburtshoroskop zeigen kann.

Viel Freude beim Entdecken!

Sei lieb gegrüßt von Astrid

Vom Kopf ins Herz

Seit einigen Tagen fühle ich eine sonderbare Weichheit in mir, fast so etwas wie ein Flattern im Bauch. Es ist, als ob ein Neubeginn greifbar wäre, mit all der Vorfreude und Unsicherheit, die das mit sich bringt, verbunden mit der Wehmut, etwas Gewohntes loszulassen.

Begonnen hat dies alles mit einer tiefen Sehnsucht nach Ruhe. Ja, in den letzten Wochen verspürte ich einen starken Drang nach Stille und Rückzug. Mein Alltag mit Familie und Beruf hält diesen Raum nicht ohne weiteres für mich bereit, also durfte ich ihn mir bewusst schaffen. Es ist eine stets wiederkehrende Entscheidung für mich, zu der es Selbstbewusstsein braucht. Ich darf mir meiner Bedürfnisse bewusst werden und dann dafür einstehen. Das trainiere ich täglich und es fordert mich oft ziemlich heraus, dabei meine Grenzen liebevoll im Auge zu behalten.

Stille finde ich am ehesten in der Natur. Zunächst fand ich einen herrlichen Platz an einem kleinen Bach, mitten im Wald. Eine Erle neigt sich an einer schmalen Stelle so über den Bach, dass ich mich am einen Ufer sitzend über das Wasser hinweg an ihren Stamm lehnen kann. Unter mir fließt es und das schenkt mir stets eine ganz eigene Erfahrung von „gehalten und gleichzeitig mit der Bewegung verbunden sein“. In diesem Raum stellte ich meiner inneren Weisheit Fragen zu meinem Weg. Eine sehr deutliche und wichtige Eingebung war dabei: „Die Antworten auf deine Fragen erhältst du in der Stille.“ Im Grunde wusste ich das, doch nun wurde mir das noch einmal deutlich vor Augen geführt. Und ich nahm mir vor, mich so oft es geht in die Stille zu begeben.

An diesem Ort kamen mir folgende Worte in den Sinn: „Ich darf mich daran erinnern, dass ich wie das Wasser bin: fließend, bewegt, klar, weich, leicht, lebendig, sprudelnd (vor Begeisterung und Ideen), fröhlich, freudig, ausdauernd, stetig, kraftvoll.“ Und gleichzeitig sind meine Wurzeln fest im dunklen, fruchtbaren Schoß von Mutter Erde verankert und ich recke meine Krone hinauf zum Licht, zum Himmel – wie die Erle, an der ich lehne. All das bin ich.

Und immer wieder erhielt ich in meinen Meditationen und Introspektiven die Botschaft: „Gehe vom Kopf ins Herz, vom Verstand ins Gefühl!“ Ich weiß, dass das genau mein Thema ist, was ich mir ansehen darf. Ich war so lange viel zu oft verstandesorientiert, habe diese in der Kindheit erworbene und in der Schule ausgebaute Konditionierung weiter ins Berufsleben getragen, und letztlich auch – genährt durch die täglichen Verpflichtungen – im Privaten praktiziert. Dass mir das nicht gut tut ist mir schon längst klar und mein Körper hat mich mit der über Jahre regelmäßig wiederkehrenden Migräne immer vehementer darauf hingewiesen. Irgendwann habe ich das begriffen und in meinem Umgang mit mir selbst etwas geändert. Nun bin ich auf dem richtigen Weg, auf dem Weg zu mir – und es darf noch so vieles heilen. Schicht um Schicht zeigt sich. Das Fühlen will jetzt endlich vollkommen durch mich verkörpert werden. Die bewusst gewählten Momente der Stille helfen mir dabei.

Ich erinnerte mich an ein Buch, das ich vor Jahren in einem Buchladen entdeckte – ohne nach etwas Derartigem zu suchen – und spontan kaufte. Es heißt „In der Stille hörst du dich selbst“ von Miek Pot. Damals hatte ich nur die ersten Kapitel gelesen und mich dann anderer Lektüre zugewandt. Das ist mein Lesestil: meist lese ich mehrere Bücher gleichzeitig (verschiedene Sachbücher und Romane). Je nach Stimmung und Zeit greife ich zu dem einen oder anderen. Doch Mieks Buch geriet in Vergessenheit. Jetzt stand es ganz präsent vor meinem inneren Auge, mit dem in sanftem Grün leuchtenden Foto eines Waldes auf dem Einband. Wie magnetisch wurde ich davon angezogen und las es innerhalb weniger Tage aus. Ja, genau das war es, was ich im Augenblick brauchte! Diese Rückbesinnung auf die Stille, auf das Fühlen. Oh, wie viele wohltuende Impulse Miek darin gibt. Beim Lesen ging ich vollständig in Resonanz mit ihren Worten und ihrem Erleben. So sagt sie beispielsweise: „Um zu sich selbst zu finden, und bei sich bleiben zu können, ist das Fühlen als besondere Form der Wahrnehmung äußerst wichtig.“

Seitdem bin ich oft im Wald gewesen, zuletzt am Fuße einer alten Buche sitzend, die Stabilität in meinem Rücken spürend. Und ich habe nur wahrgenommen: den Duft, die Geräusche, die Luft auf meiner Haut und die Bewegungen in meinem Innern. Selbst einen Regenschauer habe ich unter dem noch dichten Blätterdach des ehrwürdigen Baumes erlebt und dabei zauberhafte Eindrücke gewonnen. Ich beobachtete mich: Welche Gefühle treten an die Oberfläche? Wo fließen sie hin? Und ich erhielt Antworten auf meine Frage nach dem nächsten Schritt. Ich gewann Klarheit, Ruhe, Gelassenheit.

Und immer wieder – ganz besonders bei meinen Aufenthalten in der Natur, in der Stille – tauchte die Erkenntnis in mir auf: FÜHLEN = HEILEN. Wie wohltuend es ist, einfach nur zu fühlen und dadurch unmittelbar in das Hier und Jetzt zu kommen. Es ist ein beständiges Üben. Stets aufs Neue versuche ich, die Position des inneren Beobachters einzunehmen. Sobald sich mein Verstand in Gedankenspielen verfängt, tippe ich innerlich die Stopp-Taste und lenke meine Aufmerksamkeit bewusst vom Kopf auf meinen Atem, fühle den Boden unter meinen Füßen oder die Sitzfläche unter meinem Po, spüre die Strukturen, die meine Finger berühren, nehme Gerüche wahr. Ich bin vollkommen im Gefühl und damit im Herz. Diese Momente sind unglaublich heilsam.

Die Stille und das Ausruhen helfen mir enorm dabei, meinen Fokus mehr und mehr auf das Spüren auszurichten. Und mein Körper zeigt mir seit einigen Tagen, dass ich mir noch mehr davon gönnen darf. Da ist eine Müdigkeit in mir, eine Schwere auf meinen Augen, die mich dazu einlädt, langsamer zu machen, Pausen einzulegen. Schon ist da noch mehr Raum für das Fühlen. In diesem Kontinuum des Ruhens und Fühlens kann meine Vision von meinem künftigen Leben wesentlich klarer und physisch erfahrbar in mir aufsteigen, ich spüre eine Vorfreude darauf, die gar nicht infrage stellt, dass es irgendwann einmal so kommen wird. Diese Gewissheit schenkt mir Frieden. Zugleich gibt mir mein Inneres klare Impulse, worauf ich mich als nächstes konzentrieren darf – kleine Schritte hin zu meiner Vision, die erst einmal meine Heilung, mein vollständiges Ankommen bei mir unterstützen sollen. Zum Beispiel bekam ich den Hinweis, wieder zu malen. Etwas, das ich als Kind täglich tat und was mir immer unglaublich viel Freude geschenkt hatte. Das ist ein Puzzleteil, das mich mehr ins Fühlen bringt, dessen bin ich mir bewusst. Und jedes Mal spaziere ich strahlend aus dem Wald nach Hause – beruhigt, erfüllt, zuversichtlich.

Im Moment bin ich innerlich ganz weich und das genieße ich so sehr. Bei all den Herausforderungen des Alltags vergegenwärtige ich mir immer wieder diese schönen Momente der Stille und all das, was sich mir dabei zeigt. Sobald das Gedankenkarussell beginnt, sich zu drehen, atme ich und erinnere mich daran, alles nicht so ernst zu nehmen, mich stattdessen auf das pure Fühlen zu fokussieren und mich daran zu erfreuen, dass ich dazu fähig bin. Und mein innerer Raum wird ganz weit.

Welch eine wunderbare Zeit, um in die Tiefe zu tauchen.

Magst Du Dich auch darauf einlassen, vom Denken immer wieder ins Fühlen zu gehen und dadurch deinen Wesenskern, deine Seele zu berühren?

Der Herbst lädt uns ein, loszulassen und den Boden für Neues zu bereiten

Sobald die Blätter von den Bäumen fallen und sich die Natur in das schützende Erdreich zurückzieht, wenden auch wir Menschen uns mehr nach innen – in unsere warmen Stuben, zu ruhigeren Aktivitäten und oft werden wir auch etwas nachdenklicher. Die Natur beschenkt uns mit diesem Rückzug, der uns dazu einlädt, uns wieder mehr in uns selbst zurückzuziehen. Wir dürfen leiser werden und in unseren inneren Kern eintauchen, wo es still und heimelig ist, wo wir mit unserem eigenen Sein verbunden sind.

Hier dürfen wir zur Ruhe kommen, hier dürfen wir ganz wir selbst sein und müssen keine äußere Rolle mehr spielen. In unserer Mitte können wir wieder die Anbindung an uns selbst und das Leben insgesamt spüren. Daraus schöpfen wir Kraft und damit kommt auch viel Vertrauen zurück.

Das Leben erinnert uns im Außen jedes Jahr aufs Neue an den Prozess des Werdens und Vergehens, an die Tatsache, dass sich alles stets in Veränderung befindet. Wir können überall draußen beobachten, wie sich das Leben zurückzieht, um Kraft für das kommende Jahr zu schöpfen. In diesen Fluss des Lebens dürfen wir uns zu jeder Zeit einklinken, aber gerade der Wechsel der Jahreszeiten hat eine besondere Qualität, die wir für uns nutzen können – um innezuhalten, zu reflektieren und unseren Weg zu justieren.  

In einem ruhigen Moment Ende Oktober des Jahres 2020 kamen mir folgende Worte in den Sinn:

Loslassen ist befreiend.

Loslassen ist die Basis für etwas Neues.

Loslassen ist heilend.

Das brachte mich damals dazu, mir dieses Thema ein wenig eingehender anzuschauen. Und hier teile ich meine Gedanken mit dir.

Ebenen des Loslassens

Ich empfinde das Loslassen auf verschiedensten Ebenen wohltuend. Und ich bin immer noch kräftig am Lernen, wo ich es überall anwenden kann 😉.

Da gibt es zum einen das Loslassen von Vergangenem, zum Beispiel einem alten Kapitel im Leben. Vielleicht wünsche ich mir in irgendeinem Bereich meines Lebens eine Veränderung, einen Austritt aus vertrauten Bahnen, hinderlichen Gewohnheiten.

Zum anderen sehe ich das Loslassen als ein Aussteigen aus einem Gedankenkarussell, in dem ich mich aufgrund einer aktuellen Situation drehe und wo ich keinen Ausweg – also auch keine Lösung, keinen nächsten Schritt – finde und mich deshalb gestresst fühle.

Loslassen kann sich auf etwas Materielles beziehen, indem ich mich bewusst von Gegenständen verabschiede, die nicht mehr zu meinem derzeitigen Leben passen. Oder eingeschliffene Denkmuster und Glaubenssätze betreffen, die mich in meiner Weiterentwicklung behindern.

Sicher hast du schon einmal erlebt, wie deine Gedanken wieder und wieder um eine Sache kreisen, die in der Vergangenheit liegt. Wie dir unschöne Situationen in den Sinn kommen und du grübelst darüber nach, wie du hättest anders reagieren sollen. Oder du ärgerst dich über etwas, was dir gerade passiert und schimpfst innerlich: Das hätte nicht geschehen dürfen! Vielleicht machst du dir Sorgen über ein geplantes Projekt und deine ängstlichen Gedanken bauen sich wie eine Wand vor dir auf.

In unserem Alltag hängen wir viel zu oft mit unseren Gedanken im Gestern und Morgen fest. Dieses Kopfzerbrechen bringt uns jedoch keinen Schritt weiter. Wir können nicht ändern, was bereits passiert ist und wir können auch nicht an etwas arbeiten, das noch gar nicht eingetreten ist. An Vergangenem oder Künftigem festzuhängen, blockiert deine Energie. Deine Gedanken drehen sich um Dinge, die du nicht mehr oder noch nicht ändern kannst und diese Energie fehlt dir im Hier und Jetzt.

Altes in Dankbarkeit loslassen

Loslassen bedeutet für mich in erster Linie, etwas so sein zu lassen, wie es ist. Zu akzeptieren, dass es da ist. Sei es ein Erlebnis, ein Gedanke, eine Emotion. Und im Vertrauen zu sein, dass alles genau so ist, wie es sein soll, dass es einen wichtigen Grund gibt, warum ich dieses oder jenes erlebe beziehungsweise erlebt habe. Loslassen heißt, Vertrauen zu fassen in mich selbst und in das Leben, mich ihm und dem Lauf der Dinge hinzugeben.

Loslassen bedeutet, Frieden zu schließen mit Situationen und Menschen, Dinge in Frieden gehen zu lassen, mit Wertschätzung für das, was wir daraus lernen durften.

Wenn ich bemerke, dass mich ein Gedanke, eine Situation, ein Geschehen oder das Verhalten eines anderen Menschen aufwühlt oder ich anfange, mich darüber zu ärgern, dann sage ich innerlich: „Halt ´mal an!“ Ich beobachte zunächst, was in mir los ist. Was rumort da? Was kann ich in meinem Körper wahrnehmen? Welche Gedanken und Gefühle kommen auf? Gibt es dafür einen realistischen Grund?

Schon allein das bewusste Wahrnehmen meiner Empfindungen kann sofort meinen Stress reduzieren und mich zur Entspannung führen. Denn das neugierige Beobachten des eigenen Erlebens unterbricht das andauernde Grübeln.

Wenn ich achtsam genug bin, fällt mir dann auch oftmals auf, dass sich ein altbekanntes Denkmuster von mir eingeschaltet hat, mit dem ich die Situation bewerte. Eines, was mich vielleicht schon länger stört und das ich nicht mehr in meinem Leben haben will. Und schon habe ich die Chance, mich gegen dieses Muster zu entscheiden. Ich darf es anschauen und richtig wahrnehmen. Ich kann mich fragen, was ich davon habe, dieses Muster auszuleben. Ich kann mir vergegenwärtigen, wie vergangene Situationen ausgegangen sind, wenn ich dieses Muster weiterverfolgt habe und mir die Frage stellen: Was darf ich aus dieser Situation lernen? Und ich kann mir vorstellen, was mir stattdessen guttun würde, und das alte Muster loslassen. Genauso, wie ich mit meinem Urteil, meinem negativen Denken meinen Beitrag zu einer Situation leiste, kann ich sie mit einer anderen Denkhaltung in eine gewünschte Richtung lenken. Ich habe es in der Hand, mich bewusst anders zu verhalten.

Die beginnende dunkle Jahreszeit kannst du aber auch – unabhängig von den alltäglichen Begebenheiten, die uns zum Loslassen einladen – ganz bewusst für eine Innenkehr nutzen. Vielleicht nimmst du dir einmal Zeit, auf dein Leben zu schauen und in dich hineinzuspüren. Gibt es da etwas, was du in deinem Leben loslassen möchtest? Oftmals schleppen wir Sachen mit uns herum, die noch nicht wirklich abgeschlossen sind, die noch offene Stellen in uns hinterlassen haben. Frage dich einmal selbst: Was belastet dich? Was liegt dir auf dem Herzen? Möglicherweise sind es Dinge, die dich bereits jahrelang beschäftigen. So lange wir diese offenen Schleifen nicht bewusst vollenden und Frieden damit schließen, ja vergeben, schaden wir uns selbst.

Frage dich zuerst, ob du schon anerkannt hast, was du bisher gelebt hast. Hast du schon angenommen und gewürdigt was war und was jetzt ist? Loslassen geschieht durch Annahme. Du akzeptierst, dass es da ist, ohne Wertung, ob es gut oder schlecht ist. Erst dann, wenn du die Dinge in deinem Leben – deine Erfahrungen – mit dem ganzen Herzen wahrnimmst, sie anerkennst und Wert schätzt, kannst du sie loslassen. Denn alles, was du erlebt hast, war ein wichtiger Teil deines Lebens. In dieses Bild fügt sich ebenso die Tatsache, dass der Herbst Erntezeit ist. Wir dürfen auf unsere vergangenen Monate zurückblicken, dankbar für das Erlebte sein und die Früchte unserer Erkenntnis ernten.

Wenn du etwas „nur“ weghaben willst, ohne es dankbar wahrzunehmen und dadurch anzunehmen, erzeugst du einen Widerstand dagegen und verstrickst dich darin. Erst wenn du in den Frieden gehst, mit dem was war, kannst du deine Vergangenheit loslassen beziehungsweise die Sache lässt dich los.

Die Natur macht es uns vor

Im Herbst verabschiedet sich die Natur mit gelassener Selbstverständlichkeit von Vergangenem, um Platz für Neues zu schaffen. Die Bäume und Sträucher werfen ihre welken Blätter ab – voller Zuversicht und Vertrauen, dass im Frühjahr wieder frisches Grün erscheint. Lass dich von der Natur und ihrem steten Wandel inspirieren und überlege dir, von welchen überflüssigen Dingen, unguten Gewohnheiten, veralteten Glaubensmustern und überholten Verhaltensweisen du dich befreien und durch Neues ersetzen kannst. Überlege dir dabei auch, welche Erfahrungen waren für dich hilfreich? Lasse die alten Themen in Dankbarkeit gehen und mache dir bewusst, dass du dich ohne sie nicht dorthin entwickelt hättest, wo du jetzt bist.

Heiße die ständige Veränderung im Außen und in deinem Inneren – auch den deiner Gedanken und Gefühle – neugierig und liebevoll willkommen, sieh‘ sie als eine immerwährende Möglichkeit für dich, zu wachsen, dich zu entfalten. So lebst du leichter und deiner Natur gemäß.

Albert Einstein hat es auf den Punkt gebracht: “Schaue in die Natur und du wirst alles besser verstehen.”

Erlaube dir, zu träumen

Mit dem Loslassen hört es also nicht auf. Nachdem du erst einmal Altes, was dir nicht mehr dienlich ist, losgelassen hast, bist du frei für das Kommende, hast dich innerlich für das Neue geöffnet.

Das Zauberhafte am Sterbeprozess in der Natur ist, dass er gleichzeitig das Versprechen auf neues Leben, auf Wachstum in sich trägt. Und genau so dürfen auch wir mit dem Abschied vom Vergangenen auf das blicken, was wir künftig in unserem Leben haben wollen. Frage dich also: Was soll in dir erblühen? Welche Samen säst du aus? Spüre, was in dir liegt und demnächst aus dir heraustreten will.

So wie die Natur ihre Lebenskraft in das Dunkle, Verborgene zurückzieht, um sie für einen kraftvollen Start im Frühjahr zu nähren, kannst du dich während der Winterzeit damit beschäftigen, was dich in deiner Kreativität stärkt, mit der du im neuen Jahr starten willst.

„In der Stille und Gelassenheit manifestiere ich meine Visionswünsche und verwirkliche sie.“ (Kurt Tepperwein)

Erlaube dir dabei, zu träumen! Male dir deine Traumzukunft aus – auf persönlicher Ebene und auch bezogen auf das große Ganze. Aus den Träumen weben wir das Neue! Der Weg hin zu dem Traum ist dabei vielleicht sogar noch wichtiger, als die Realisierung des Traums. Weil dir dieser Weg Freude bereitet.

Überlege dir: Was brauchst du wirklich, was tut dir gut? Erinnere dich daran. Stelle es dir bildlich vor und spüre hinein, was das mit dir macht. Wie fühlt sich diese Vorstellung an? Schreibe es auf, male dir Bilder dazu, zeichne eine Mind Map, gestalte eine Collage – je nachdem, was dir am besten entspricht. Kreiere dein persönliches Vision Board!

Und nun bringe es Stück für Stück in deinen Alltag. Beginne mit den kleinen Dingen und hauche ihnen Leben ein. Folge der Freude, dann gewinnst du auch immer mehr Selbstvertrauen in dem, was du tust und traust dich, noch bunter zu träumen 😉!

„Um so mehr du kleine Träume lebst, um so weiter wird dein Feld für große Träume!“ (Seom)

Du wirst dir Träume erlauben, die sich allmählich in alle deine Lebensbereiche erstrecken und du gehst unweigerlich weiter in Richtung dieser Träume. Irgendwann erkennst du rückblickend, wie viel von dem, was du dir gedanklich in allen Details ausgemalt hast, bereits Wirklichkeit geworden ist. Und du begreifst, wie wirksam träumen ist.

Vergiss also nicht, nach dem Träumen in die Handlung zu gehen und deine konkreten Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Bringe es in die Welt!

Achte auf deinen Fokus

Schaue dabei immer dorthin, wo du hinwillst. Wie willst du dich fühlen? Gibt es Themen oder Bereiche, wo du gedanklich und emotional noch zu sehr festhängst? Wohin willst du stattdessen lieber schauen?

Dir das bewusst zu machen ist wichtig, denn dorthin, worauf wir unsere Aufmerksamkeit ausrichten, fließt auch unsere Energie. Indem wir uns unsere Wirklichkeit vorstellen, erschaffen wir diese. Deshalb ist es von Bedeutung, dass wir unseren Fokus ganz bewusst auf positive Erwartungen setzen und in Vorfreude leben.

Die äußeren Umstände reagieren auf deine Frequenz. Das ist das Gesetz der Resonanz: Wir haben die Macht, all das anzuziehen, was wir in unserem Leben haben wollen, was wir sein wollen.

Mache dir dabei auch klar: Herausfordernde Situationen geben dir die Chance, genauer hinzuschauen, ob eine Richtungsänderung vorzunehmen ist. Überlege dir dabei stets, wer du wirklich sein willst.

Vertraue darauf, dass du diesen neuen Weg gehen kannst. Es muss keine große Wandlung auf einen Schlag sein. Es sind viele kleine, bewusste Entscheidungen an jedem Tag. Der Weg entsteht von ganz allein mit einem winzigen Schritt nach dem anderen, in die Richtung, wo du hinwillst.

Aristoteles sagte: „Handeln geht der Fähigkeit zu handeln voraus.“

Halte dir stets vor Augen: Die Veränderung kommt von innen. Und nur wenn du im Inneren ruhst, kannst du etwas bewegen. Wir alle haben die Kraft und die Fähigkeit, mit dem Neuen, was in unser Leben kommt, umzugehen und uns auch in unserem Inneren entsprechend zu ändern. Selbst wenn du nicht wissen kannst, wie es letztlich genau kommen wird. Lass dich davon im positiven Sinne überraschen! Genauso, wie wir in jedem Frühling die erste unerwartete Blüte bewundern! Wir wissen nie, an welcher Stelle und in welcher Form sich das erneute Erwachen der Natur zeigen wird. Aber wir freuen uns darauf, weil wir sicher sind, dass es kommen wird und malen es uns gedanklich oftmals schon während des ausklingenden Winters aus.

Wenn du diese freudige Erwartungshaltung einnimmst, wirst du ganz sicher erstaunt sein, wie stimmig und schön es sich fügen wird.

Vielleicht magst auch du dich in dieser Jahreszeit mit innerer Einkehr, dem Loslassen und dem Träumen beschenken?