Du bist Deine Zentralsonne

Gestern Morgen nahm ich bei einer Meditation ein ungewöhnliches und intensives Bild wahr, das mich zu diesem Artikel inspirierte. Nachdem ich meine Lichtsäule gestärkt hatte, dehnte ich mit jedem Atemzug in Pranaatmung (gleichzeitig von der Erde und der Quelle ins Herz einatmend) meinen Herzraum ins Universum aus. Diese Art der Meditation habe ich schon oft praktiziert und ich empfinde sie stets als sehr wohltuend. Sie vermittelt ein Gefühl der Anbindung und der Kraft. Ich weitete mein Herz also aus auf unser Haus, unseren Ort, unser Land, unseren Kontinent, unsere Mutter Erde, unser Sonnensystem. Bisher konnte ich jedes Mal nur schwer wahrnehmen, was hinter meinem „Rücken“ lag. Ich sah mich immer ein wenig am Rand stehend. Das passte meinem Empfinden nach, weil einerseits die Erde nicht im Zentrum unseres Sonnensystems liegt, andererseits befindet sich unser Sonnensystem auch eher an einem äußeren Galaxiearm der Milchstraße. Als ich mich diesmal weiter ausdehnen wollte, über unsere Galaxie und über das Supergalaktische Zentrum hinaus, immer weiter in den Raum hinein, wechselte plötzlich meine Perspektive. Ich sah auf einmal alles gleichmäßig verteilt um mich herum, nahm auch im gleichen Umfang das wahr, was sich „hinter“ mir befand und sah mich in einem leuchtenden Zentrum schweben, um mich herum spiralförmig wirbelnde Galaxien in immer größeren Zusammenschlüssen. Ich fragte, welche Botschaft dieses Bild übermitteln möchte und als Antwort kam: „Du bist Deine eigene Zentralsonne!“ Und gleichzeitig wurde mir klar, was das bedeutet.

Hier versuche ich, all die Gedanken, die daraufhin in mir aufkamen, zusammenzutragen. Lass dich gern davon inspirieren, auf deine eigene Weise mehr über dich und die Welt herauszufinden.

Du trägst die Antworten auf all Deine Fragen in dir.

Soweit ich zurückdenken kann, bin ich eine Fragestellerin, eine Suchende, habe ich den Drang, Dinge zu erkunden. Ich habe so viel gelesen, angehört, ausprobiert, auch klassisch erlernt. Oft habe ich mich schwer mit Entscheidungen getan und gerade dies ist immer noch ein großes Lernfeld für mich. Was ich allerdings bei all dem festgestellt habe: die ultimative Antwort auf eine Frage von mir kann nur ich mir selbst geben.

Deshalb lade ich Dich ein: Erlaube Dir, Dir selbst die Fragen zu stellen, die Dich bewegen. Und dann gib den Antworten Raum, sich zu zeigen, sich zu entfalten. Stille in uns und um uns herum ist dabei sehr hilfreich. Ich selbst stelle mir die Fragen gern in der Meditation oder setze vor dem Schlafengehen die Intention, in der Nacht die Antwort zu erhalten und sie am Tag darauf zu sehen. Hier gilt es, achtsam und wach durch den Tag zu gehen und die Zeichen wahrzunehmen.

Wir dürfen endlich erkennen, dass nur wir selbst die für uns geltende Wahrheit kennen, niemand anders sonst. All das, was wir im Außen sehen, haben wir – bewusst oder unbewusst – erschaffen. All das, was wir im Außen erleben, sind Lernerfahrungen, die uns unsere Seele schenkt, damit wir wachsen können. Andere Menschen, Umstände, Situationen stellen sich uns als Spiegel zur Verfügung, damit wir unsere Antworten erhalten und unsere ureigene Wahrheit finden. Sie können uns Impulse geben, uns anregen und auch triggern, um einen bestimmten Aspekt näher zu betrachten, zu lernen, unsere Sicht zu weiten und– wenn nötig – etwas zu transformieren. Aber niemals können sie uns die vollumfängliche Lösung für unser Thema servieren.

In dieser Zeit wandelt sich unsere Welt auf verschiedenen Ebenen. So Vieles wird sichtbar und ruft danach, hinterfragt und geändert zu werden, kollektiv und individuell. Immer mehr Menschen sind auf dem Weg, mehr über sich selbst herauszufinden und ihr wahres Wesen zu erkennen. Im gleichen Zuge schauen sie mit anderen Augen auf die Strukturen und Systeme, in denen sie sich bewegen und stellen Fragen wie „Ist das wirklich so?“ „Stimmt das noch (für mich)?“ „Will ich das weiterhin unterstützen?“.

Finde in Deine eigene Stärke zurück.

Für mich fühlt sich all das wie eine große Befreiung an, eine Befreiung von alten Schichten, die sich über uns, unser Leben, unsere Welt gelegt haben und die nun gehen dürfen, weil sie ausgedient haben. Es gab eine Zeit, da haben sie uns dabei geholfen, zu lernen. Wir sind durch den Schleier des Vergessens gegangen und konnten so über all die Zeit Stück für Stück aus eigener Kraft wieder lernen, wie groß wir wirklich sind.

Über Generationen hinweg wurde uns gesagt, wie klein wir sind und dass es stets jemanden oberhalb von uns geben muss, der uns sagt, in welche Richtung wir gehen sollen. Unzählige Autoritäten wurden installiert, um den Menschen von seiner Eigenmacht wegzubringen. An diesen Autoritäten haben wir uns orientiert, ihren Vorgaben und Ratschlägen sind wir gefolgt und haben dabei aus dem Blick verloren, dass jeder einzelne von uns ein göttliches Wesen ist, untrennbar verbunden mit der Quelle allen Seins. Durch dieses Angebundensein, dieses Einssein haben wir in jedem Augenblick Zugriff auf alles, was wir zum Leben benötigen – auf all die Lebenskraft, all die Energie, all das Wissen, das existiert. Auf diese Verbindung dürfen wir uns wieder besinnen und sie direkt – ohne zwischengeschaltete Instanz – nutzen, um unser Leben zu gestalten.

Wichtig hierbei ist, nicht in den Widerstand oder in den Kampf mit den alten Autoritäten, Strukturen und Systemen zu gehen, denn das bindet nur wieder unsere Aufmerksamkeit und damit unsere Energie. Dadurch stärken wir das Alte, obwohl wir es doch jetzt loslassen wollen. Wir dürfen erkennen, dass wir uns auf einer bestimmten Ebene unserer Existenz genau für diesen Weg entschieden haben, ebenso für all die Hürden und Hindernisse im „Außen“. Letztlich ist all das unsere Kreation, das Spiel- und Lernfeld, das wir uns geschaffen haben. Besser ist es, wenn wir unseren Fokus auf das richten, wo wir hin wollen und es mit unserer Energie nähren.

Ich habe einmal den wunderbaren Satz gelesen „In uns nimmt sich Gott selbst wahr.“ Und genauso empfinde ich es auch. Jeder einzelne von uns drückt verschiedene Aspekte der Schöpfung aus. Wir alle sind Fraktale des einen großen Bewusstseins, der einen bedingungslosen Liebe, die alles erschafft. Das bedeutet, wir sind nicht nur Einzelteile davon, sondern ein Fraktal enthält alles, was auch das Gesamtobjekt beinhaltet – alle Informationen, alle Eigenschaften und alle Fähigkeiten.

Jetzt geht es darum, in unsere Selbstverantwortung zu gehen, unsere Selbstwirksamkeit zu erleben und schließlich unsere eigene Schöpferkraft und Schöpfermacht zu erkennen. Ja, wir sind der Schöpfer unseres Lebens. Und ja, wir kennen alle Antworten auf die Fragen, die uns bewegen. Wir sind so mächtig! Wir haben es lediglich vergessen. Durch unsere Gedanken und Gefühle, durch das, was wir aussenden, durch unser So-Sein erschaffen wir permanent unser Außen. Gehen wir bewusst und achtsam durch unser Leben, sind wir imstande, uns eine Welt zu kreieren, die unserer Herzensfrequenz – dem, was wir wahrhaftig sind – entspricht. Entscheidungen fallen uns immer leichter, weil wir dem folgen, was sich in unserem Herzen richtig anfühlt.

Lass Dich zu Deinen eigenen Erfahrungen ermutigen.

Wie komme ich dazu, dies so leichthin zu sagen? Weil ich es selbst erlebe. Es ist ein Weg, den ich schon länger gehe. Gelernt habe ich, wenn ich der Freude folge, wenn ich mich dem widme und mich für das entscheide, bei dem ich ein inneres JA spüre, entwickelt es sich zu meinem Wohle und zum Wohle derer, die in meinem Feld sind. Ich habe auch gelernt – und tue es selbstverständlich immer noch, jeden einzelnen Tag – dass ich mir meine Fragen selbst beantworten kann. Natürlich nutze ich vielfältige Impulse von wunderbaren Menschen, jedoch bin ich mir mittlerweile bewusst, dass es meine Seele ist, die mich dahin führt, genau diese Impulse zur richtigen Zeit zu empfangen.

Ich habe mir angewöhnt, mich jeden Morgen bewusst in meinem Herzen zu zentrieren, mich mit Erde und Himmel bzw. der Quelle allen Seins zu verbinden und meine Seele und die Quelle (die ja letztlich eins sind) zu fragen, worauf ich an diesem Tag meine Aufmerksamkeit lenken darf und was für mich wichtig ist. Diese zarten Anregungen sind ein wunderbarer Kompass für mich und wenn ich mich wirklich darauf einlasse, erlange ich ganz oft verblüffende Erkenntnisse. Seit einiger Zeit ziehe ich auch ab und zu eine Tarotkarte mit der Frage, was mich bei der Umsetzung dieses Morgenimpulses unterstützen kann. Beinahe jedes Mal muss ich über die Aussage der gezogenen Karte schmunzeln, weil sie dermaßen zu dem Impuls passt und ihn auf eine erstaunliche Weise ergänzt und bestärkt. Meiner Auffassung nach sind Tarotkarten, wie auch andere Werkzeuge oder Methoden, spielerische Hilfsmittel, um mit unserem Unterbewusstsein und unserer Seele zu kommunizieren. Dieser etwas andere Zugang macht einfach Freude, mit der inneren Welt in Kontakt zu gehen und öffnet so manche versteckte Perspektive. Von daher wundert es mich nicht, dass die jeweiligen Aussagen so herrlich zusammenpassen. Übrigens kann ich als Kommunikationsmittel ebenfalls wärmstens den „Dialog der Hände“ von Dr. Michelle Haintz empfehlen.

Vor einigen Tagen habe ich vor dem Schlafen die Intention gesetzt, in der Nacht etwas über eine bestimmte Fähigkeit zu erfahren bzw. mich daran zu erinnern. Am Morgen fühlte ich mich zunächst, als hätte ich im Schlaf Schwerstarbeit geleistet. Viele Traumbilder zogen noch an mir vorbei, aber ich konnte noch keinen konkreten Hinweis auf mein Thema finden. Hier heißt es, geduldig zu sein. Nicht alles ist sofort nach dem Fragestellen präsent. Das kannte ich. Doch als ich mich am Vormittag für ein paar Minuten zu einer Meditation zurückzog (unterstützt durch Solfeggio-Frequenzen), löste sich sehr viel in mir. Tränen flossen und in diesem Fluss entstanden nun vollkommen mühelos Ideen in mir, Sätze formten sich, in mir weitete es sich mehr und mehr und ich sah ein klares, erfüllendes Bild vor mir, das absolute Freude hervorrief. Ich wusste, ja genau so wird es sein. Das ist es!

Nach der Meditation schrieb ich mir alles auf und ich freue mich schon darauf, dies durch weiteres Erkunden anzureichern und schließlich umzusetzen. Wieder einmal erlebte ich, wie viel Weisheit wir in uns tragen und wie beglückend und bestärkend es ist zu erkennen, dass die stimmigsten Antworten in uns selbst liegen.

Trauen wir uns doch einfach, unseren Blick nach innen zu wenden, anstatt immer nur im Außen zu suchen. Wir werden staunend einen Schatz entdecken, den wir die ganze Zeit schon in uns getragen haben. Und sobald wir uns auf dieses innere Frage-Antwort-Spiel einlassen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in unserem Alltag nutzen, werden wir erleben, wie es leichter wird, wie sich in unserem Umfeld Dinge einfach fügen, wie es fließt.

Erlauben wir uns doch einfach, uns als Schöpfer wahrzunehmen und unser Licht auszusenden. Entscheiden wir uns doch, bewusst mit unseren Gedanken und Gefühlen umzugehen und durch unser freudvolles und liebevolles So-Sein, durch unsere Herzzentrierung, ein in allen Aspekten lebenswertes und erfülltes Leben zu erschaffen.

Wenn sich jeder von uns seiner Größe und seiner Schöpfermacht bewusst wird, als derjenige, der seine eigene Welt um sich herum kreiert, beginnt sein erhellendes und nährendes Licht mehr und mehr zu strahlen und andere nachhaltig zu berühren. Dann erfahren wir uns als Zentralsonne unseres ureigenen Universums, die mit unzähligen anderen Zentralsonnen und Universen resoniert und mit ihnen gemeinsam im Spiel des Lebens wirkt.

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