Eine Weile habe ich mit dem Schreiben für meinen Blog pausiert, da ich sehr viel mit innerem Sortieren, Ausrichten, Klarwerden beschäftigt war. Immer wieder hatte ich Impulse für einen Beitrag, aber dann wurden diese durch andere Dinge des Alltags in den Hintergrund geschoben. Vor ein paar Wochen fühlte ich spontan und absolut präsent, dass ich etwas über Dankbarkeit schreiben möchte. Ich habe das Thema in mir reifen lassen. Und heute Morgen dann konnte ich ihm nicht mehr ausweichen 😉. Es ist an der Zeit, DANKE zu sagen!
Was ist Dankbarkeit?
Dankbarkeit ist meinem Empfinden nach ein Zustand, eine Haltung mit einer wundervollen Qualität. Ich würde Dankbarkeit auch als ein Gefühl bezeichnen, weil ich sie in meinem ganzen Körper spüren kann. Ja, in dem Moment, wo ich Dankbarkeit fühle, bemerke ich, wie es mich innerlich anhebt, wie es leichter und freudvoller in mir wird. Dankbarkeit ist ein sehr hoch schwingendes Gefühl!
Wie komme ich in die Dankbarkeit?
Das Spannende ist: Ich kann mich jederzeit dafür entscheiden, dankbar zu sein. In jedem Augenblick kann ich in einen Zustand der Dankbarkeit eintreten – wenn ich es bewusst wähle.
Probiere es gern einmal in Deinem Alltag aus! Du wirst erleben, wie es sofort Deine Schwingung und damit Deine Stimmung anhebt. Die Welt um Dich herum erscheint Dir freundlicher, heller, zugewandter. Es ist wirklich einfach und dabei verblüffend wirkungsvoll. Zum Beispiel, wenn Du draußen unterwegs bist und Dir die Sonne ins Gesicht scheint, sag‘ einfach in Gedanken: „Danke, liebe Sonne, dass Du mich wärmst und mir Licht schenkst.“ Es ist ein winziges Innehalten, Du bist im Hier und Jetzt, nimmst für einen kurzen Augenblick achtsam das wahr, was um Dich ist. Gleichzeitig erlaubst Du Dir, die Dankbarkeit für den Sonnenschein in Deinem Herzen zu fühlen. Ja, es ist ein Geschenk, dass Du das genau jetzt, genauso erleben darfst. Beobachte, was das mit Dir macht.
Diese kleinen Dankbarkeitsoasen kannst Du ganz mühelos in Deinen Alltag integrieren. Ich bin mir sicher, wenn Du das ein paar Mal getestet hast, möchtest Du die wohltuende Wirkung des innerlichen „Danke-sagens“ noch mehr ausweiten. Vielleicht magst Du folgende Gewohnheit etablieren: Jeden Morgen, bevor Du aufstehst, zählst Du Dir in Gedanken auf, wofür Du dankbar bist. Das können kleinere Sachen sein, wie das weiche Bett, in dem Du liegst, der leckere Kaffee, den Du gleich trinken wirst. Aber auch Größeres, wie Deine wundervolle Familie oder die Liebe und Unterstützung, die Dich in Deinem Leben begleiten. Ich selbst praktiziere das seit mehreren Jahren jeden Morgen. Automatisch komme ich dadurch in eine positive Stimmung, fühle mich genährt und starte gut gelaunt (oder zumindest besser gelaunt 😉) in den Tag.
Oder Du verlegst das Dankbarkeitsritual in den Abend und machst Dir vor dem Zubettgehen bewusst, für welche Dinge, die Du tagsüber erlebt hast, dankbar sein kannst. Wenn Du gern schreibst, ist ein Dankbarkeitstagebuch eine wunderbare Möglichkeit, Deine Gedanken und Gefühle festzuhalten.
Falls Du meditierst, empfehle ich Dir, öfters einmal eine Dankbarkeitsmeditation zu machen – geführt oder ganz still nur für Dich. Dir werden die richtigen Worte zuströmen. Als Anregung füge ich unten eine Dankbarkeitsmeditation an, die ich selbst geschrieben habe und schon mehrfach in unserer firmeninternen Mindfulness-Community angeleitet habe. Die einzelnen Punkte und Formulierungen variieren dabei immer ein wenig, weil ich jeweils das durch mich fließen lasse, was gerade gesagt werden möchte. Aber sie können als kleiner roter Faden für die verschiedenen Lebensbereiche dienen, für die wir unsere Dankbarkeit ausdrücken möchten.
Es gibt unendlich Vieles, wofür wir dankbar sein können. Sobald wir uns das vor Augen halten, erkennen wir, wie reich und schön unser Leben ist. Ein willkommener Nebeneffekt ist, dass dadurch Dinge, über die wir uns ärgern, an Kraft verlieren. Es wird alles in eine neue, gesunde Relation gesetzt. Wenn wir die Dankbarkeit in unser Leben einladen, wird sich unweigerlich sehr viel zum Positiven wenden.
Wem sagst Du danke?
Verständlicherweise fällt es uns generell leichter, für etwas zu danken, das uns offensichtlich guttut oder uns Freude bereitet. Freundlichen Menschen „danke“ zu sagen ist uns sogar ein Bedürfnis. Betrachten wir unser Leben allerdings aus einer etwas übergeordneten Perspektive, stellen wir oft fest, dass wir gerade an den schwierigen Erlebnissen gewachsen sind. Ja, vor allem die unzähligen größeren und kleineren Herausforderungen, die sich uns tagtäglich zeigen, helfen uns auf unserem Weg zu uns selbst am meisten weiter!
Deshalb darfst Du Dich auch darin üben, für unangenehme Situationen und Begegnungen zu danken. Auch wenn es anfangs schwerfällt, es ist möglich und Du kannst es trainieren 😊. Und Du musst es auch nicht unmittelbar aussprechen. Es reicht aus, ein Ereignis im Nachhinein, wenn Du innerlich in Deiner Mitte bist, zu betrachten und Dich ruhig zu fragen: Was kann ich daraus lernen? Für die Erkenntnis, die Du daraus ziehen kannst, darfst Du dankbar sein. Alles, was Du erlebst ist letztlich eine Lernerfahrung und Du darfst den Personen und den Umständen, die Dir diese Erfahrung ermöglicht haben, danken (zunächst innerlich und leise, später vielleicht – wenn es sich ergibt – auch direkt und vernehmlich).
Bei all der gefühlten und gezeigten Dankbarkeit darfst Du Dich selbst nicht vergessen! Du bist es, die/der durch dieses Leben geht. Die/Der all das meistert, was Dir begegnet. Die/Der all die Geschenke an andere weitergibt, die Du in Dir trägst. Die/Der all das verkörpert, was durch Dich erfahren werden will. Dafür darfst Du Dir selbst aufrichtig danken!
Ich sage DANKE!
All den wundervollen Mentoren, die mich durch ihre Bücher, Blogs, Podcasts, Videos und Seminare über die Jahre hinweg auf meinem Weg zu mir selbst begleitet haben, sage ich von Herzen DANKE, DANKE, DANKE!
Durch euer Sein, durch euer Wirken habe ich bedeutungsvolle Erkenntnisse gewonnen, habe mich erinnert und auch bestätigt bekommen, was ich tief in mir bereits wusste. Was für eine Reise!
Danke, dass ihr euer Wissen, eure Energie, eure Liebe so großzügig mit anderen teilt! 😊
Diese Liste ist nicht vollständig, sie lebt und verändert sich stetig. Mein tiefer Dank gilt auch allen anderen, hier nicht genannten (wissentlichen und unwissentlichen) Begleitern und Unterstützern – Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen, Nachbarn, Bekannten, Fremden.
Meine allergrößten Lehrmeister sind unsere Kinder. Ich bin überzeugt, durch unsere Tochter und unseren Sohn haben mein Mann und ich bisher am meisten über uns selbst gelernt. Und es geht immer weiter 😉! DANKE, DANKE, DANKE ihr beiden herrlichen, großen, liebevollen Wesen! Danke, dass ihr bei uns seid und euer Licht leuchten lasst!
Dankbarkeitsmeditation
Zur Einstimmung setze Dich aufrecht und entspannt hin, die Füße sind geerdet, die Hände liegen locker auf Deinen Oberschenkeln.
Atme ein paar Mal tief ein und aus, atme Entspannung ein und Loslassen aus.
Lächle in Gedanken, gern auch tatsächlich. Wenn Du magst, denke an etwas Schönes, das Dich zum Lächeln bringt. Tauche ganz ein in dieses Lächeln.
Lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Bauch, atme mehrmals in Deinen Bauch tief ein und aus und schicke Dein Lächeln dorthin. Lass Dein Lächeln mit jedem Atemzug in Deinen Bauch fließen und fühle, wie es sich ausbreitet, Deinen Bauch ausfüllt, ihn weich und leicht macht.
Gehe nun zu Deinem Herzen und schicke Dein Lächeln dahin. Lass sich das Lächeln in Deinem Herzen ausbreiten, mit jedem Atemzug mehr und mehr. Fühle die Wärme, spüre, wie Dein Lächeln Dein Herz immer mehr weitet und leuchten lässt.
Nun sprich alles aus (in Gedanken oder laut), wofür Du danken möchtest. Gönne Dir kurze Pausen zwischen jedem Aspekt und lass Deine Worte ganz tief in Dein Herz sinken. Nimm wahr, wie sich mit jedem Satz mehr Freude und Leichtigkeit in Dir entfachen, wie Du mit jedem Satz höher schwingst – und genieße es:
Ich bin dankbar für den Stuhl, auf dem ich sitze und der mir Halt gibt.
Ich bin dankbar für die Kleidung, die mich wärmt.
Ich bin dankbar für den Raum, der mich schützt.
Ich bin dankbar für mein Zuhause, das mir Geborgenheit schenkt.
Ich bin dankbar für die Nahrung, die mich nährt – die physische und die geistige.
Ich bin dankbar für die Menschen, die mich begleiten, mich stärken und lieben: meine Familie, meine Freunde, meine Kollegen, meine Nachbarn.
Ich bin dankbar für alle Begegnungen, vor allem auch die schwierigen, weil ich daraus so viel lernen kann.
Ich bin dankbar für die Natur in mir und um mich herum.
Ich bin dankbar für die Pflanzen und Tiere, für die Mineralien und Elementarwesen.
Ich bin dankbar für alle Elemente:
- Für die Erde, die mich nährt und trägt.
- Für die Luft, die ich atme.
- Für das Wasser, das ich trinke.
- Für das Feuer, das mich wärmt – im Ofen, durch die Sonne, in meinem Herzen; und auch für das helle Feuer meines Geistes.
Ich bin dankbar für meinen Körper, der mich so liebevoll und weise durch dieses Leben begleitet.
Ich bin dankbar für all meine Sinne – die physischen und die Hellsinne – die mir so wunderbare und bunte Erfahrungen schenken.
Ich bin dankbar, dass ich atmen kann.
Ich bin dankbar, dass mein Herz schlägt.
Ich bin dankbar, dass ich fühlen kann, Liebe empfinden und schenken kann.
Ich bin dankbar, dass ich mich bewegen kann.
Ich bin dankbar für alles, was mich in meinem Leben bis hierher geführt hat: all die Hindernisse, die ich überwunden habe, all die Herausforderungen, die ich gemeistert habe, all die Erfahrungen, die ich sammeln durfte.
Ich bin dankbar für all die Unterstützung, die ich erfahren durfte.
Ich bin dankbar für meine eigene Stärke und meinen Mut, diesen Weg gegangen zu sein.
Ich bin dankbar für all die Fülle und Vielfalt in meinem Leben.
Ich bin dankbar für all die großen und kleinen Wunder, die ich täglich erleben darf.
Ich bin dankbar für all meine Gaben und Fähigkeiten, für das Licht, das ich in diese Welt tragen darf.
Ich bin dankbar für all die Geschenke des Lebens an mich und dass ich für andere ein Geschenk bin.
Danke, dass es mich gibt.
DANKE, DANKE, DANKE.
Spüre in Dein Herz hinein. Fühle die Dankbarkeit, die Freude, die Leichtigkeit, die Wärme, die Liebe, die Dich nun vollkommen ausfüllen. All das bist Du!
Lass nun Deinen Atem tiefer werden, fühle Deine Füße auf dem Boden, die Unterlage unter Dir und beginne in Deinem Tempo, Dich zu bewegen.
Bevor Du Deine Augen öffnest, lächle gern noch einmal aus tiefstem Herzen. Und nun öffne Deine Augen und sieh, wie hell es in Dir und um Dich herum leuchtet! 😊
Sei lieb gegrüßt
Astrid
ich bin zu Frieden
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