Wie willst du dich im neuen Jahr fühlen?

Ist es dir schon einmal aufgefallen? Ein sehr weit verbreiteter Wunsch zum Jahreswechsel ist: „Frohes neues Jahr“. Hast du jemals darüber nachgedacht, was das konkret für dich bedeuten könnte? Was heißt es, froh zu sein? Leben wir das in unserem Alltag?

Mir sind dabei diese Synonyme in den Sinn gekommen: fröhlich, gut gelaunt, ausgelassen, unbesorgt, von Freude erfüllt. Freude – ich glaube, wir dürfen alle generell mehr Freude in unser Leben hineinlassen. Ganz besonders in all dem Wirbel, der sich gerade in der Welt immer weiter nach oben schraubt.

Was bedeutet Freude für dich?

Vielleicht hast du schon den Rat gehört, jeden Tag etwas Freudiges zu tun, um dir selbst und deinen Potenzialen näher zu kommen. Wenn wir in der Freude sind, haben wir Zugang zu einer Kraft und einem Wissen in uns, die unberührt bleiben, so lange wir im Modus des „Abarbeitens“ sind und nur die Pflichten sehen, die uns von außen auferlegt werden. Verstehe mich nicht falsch, auch die Erfüllung von Pflichten darf befriedigend sein. Manchmal reicht hier lediglich das Einnehmen einer anderen Haltung, nicht „ich muss das tun“, sondern „ich darf das tun“. Wichtig ist aber auch, dass wir in unseren Alltag immer wieder Tätigkeiten einbauen, die uns einfach nur Spaß machen. Nur so kommen wir richtig in Fluss.

Denn wenn wir freudige Dinge tun und erleben, tanken wir neue Energie, strahlen das aus und wecken so ganz nebenbei unsere Kreativität, die uns dann auch bei unseren sogenannten Pflichten beflügeln kann. Letztlich geht es darum, dass wir uns gut fühlen und das in unser Tun einfließen lassen, egal, worum es sich dabei handelt.

Dein Herzenswunsch für 2022

Also, warum nehmen wir den üblichen Neujahrswunsch nicht wortwörtlich und richten unseren Blick auf das, was uns im neuen Jahr „froh“ machen könnte? Ich lade dich dazu ein, dir ein paar Minuten Ruhe zu gönnen und einmal in dich hinein zu spüren: Wie willst du dich im neuen Jahr fühlen? Die Frage lautet ganz bewusst nicht: Was willst du erreichen, welche Ziele willst du verfolgen? Nein, wir fokussieren uns ganz auf das Empfinden. Was soll in 2022 deine hauptsächliche Emotion sein?

Welche Gefühle, Bilder oder Szenen, welche Worte oder Sätze tauchen vor dir auf? Möglicherweise nimmst du ein Mantra wahr, eine Art Leitmotiv? Oder vor deinem inneren Auge formt sich ein Bild von dir selbst? Wie siehst du aus, wenn du dich ganz in deiner Hauptemotion befindest? Dieser Teil von dir kann dich durch das neue Jahr begleiten.

Magst du das, was du wahrgenommen hast, aufschreiben? Oder du malst ein Bild dazu und hängst es auf, damit es dich immer an deine Intention für das neue Jahr erinnern kann? Sieh es als Leitbild, als Angelpunkt, wer du in 2022 sein willst.

Und dann: Freue dich darauf! 😊

Wie bleibst du dran?

Natürlich wird uns unser Alltag immer aufs Neue reichlich Herausforderungen bescheren, durch die wir unser Leitbild ein wenig aus den Augen verlieren. In solchen Momenten hilft es dir wahrscheinlich, wenn du dir ein paar Minuten des Innehaltens schenkst und dich fragst: Wo ist die Freude in meinem Leben?Wann fühle ich mich gut? Bei welchen Tätigkeiten fühle ich mich im Fluss, vergesse stellenweise die Zeit? Wo erlebe ich, dass mir andere Menschen für mein Tun danken oder sich anerkennend äußern? Kannst du dich bewusst an eine Situation erinnern, in der du Freude empfunden hast? Wie sah diese Situation aus? Erlaube dir, genau das wieder vermehrt in deinen Tagesablauf einzubauen und du wirst dich „froher“ fühlen!

Du kannst auch deine zu Jahresbeginn formulierte Intention durch Affirmationen bestärken. Nimm dir – so oft es geht – Zeit und Ruhe, gehe dazu am besten in die Natur, und sage dir bewusst: Ja, ich erschaffe mir ein Leben in Freude. Ich will begeistert und mit einem JA zu mir durchs Leben gehen. Allmählich wirst du feststellen, wie sich das von dir angestrebte Grundgefühl, mehr und mehr in deinem Leben etabliert. 😊

Darfst du froh sein?

Bei all den guten Vorsätzen kann es passieren, dass noch ganz andere Verhinderer, als der „innere Schweinehund“, auf den Plan treten, allen voran die Angst. Ich bitte dich, ihr keinen Raum zu geben!

Wenn du Freude empfindest, wirst du sichtbar. Du zeigst deine Gefühle und es entsteht eine Verbindung zu deinem Gegenüber. Das kann euch beiden sehr viel nährende Energie geben. Oft haben wir jedoch Angst davor, uns wirklich zu zeigen, weil wir uns dadurch verletzbar machen. Doch was ist die Alternative? Wir versagen uns selbst, etwas auszudrücken, etwas zu leben, was ein essenzieller Teil von uns ist. Das schadet uns auf Dauer.

Möglicherweise schleicht sich sogar ein schlechtes Gewissen bei dir ein, weil du dich gut fühlst, obwohl es um dich herum scheinbar wenig zu lachen gibt. Aber es zählt nicht, was andere über dich denken könnten, sondern dass du Freude in dein Leben bringst! Unser Leben ist ein wertvolles Geschenk, dem wir dadurch Wertschätzung entgegenbringen. Und denke bitte immer daran: Jeder von uns, der etwas Positives in die Welt hineinträgt, macht sie ein bisschen heller – für alle.

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